Unwetter nach Hitze

Gewitter fegt durchs Land – Großeinsatz in Österreich

Nach extremer Hitze zogen schwere Gewitter über Österreich. Seen wurden zur Gefahrenzone, Einsatzkräfte mussten vielfach ausrücken.
Newsdesk Heute
31.07.2026, 22:17
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Nach einem der heißesten Tage des Jahres hat eine heftige Gewitterfront am Freitagnachmittag und -abend in mehreren Teilen Österreichs für gefährliche Situationen gesorgt. Besonders an Kärntens Seen mussten Wasserrettung und Feuerwehren zahlreiche Menschen aus Notlagen befreien. Gleichzeitig rückten Feuerwehren in Oberösterreich wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste und Sturmschäden zu zahlreichen Einsätzen aus.

Selbst der traditionsreiche Villacher Kirchtag musste vorübergehend geräumt werden. Die große Hitze hatte viele Menschen am Freitag an die Seen unseres Landes gelockt. Als die Gewitterfront mit kräftigen Windböen aufzog, wurden zahlreiche Badegäste, Schwimmer sowie Stand-up-Paddler und Kajakfahrer überrascht. Binnen kurzer Zeit verschlechterten sich die Bedingungen auf dem Wasser massiv.

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Dramatische Stunden am Weißensee

Besonders intensiv verliefen die Einsätze am Weißensee, berichtet der ORF. Gegen 14.40 Uhr wurde laut Österreichischer Wasserrettung zunächst eine Person gemeldet, die in Seenot geraten war. In weiterer Folge retteten die Einsatzkräfte vier weitere Personen. Zusätzlich bargen sie zwei Stand-up-Paddle-Boards sowie ein Kajak. Später ging auch noch die Meldung über einen vermissten Schwimmer ein.

Die Österreichische Wasserrettung Stockenboi suchte gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Weißensee nach der Person. Wenig später stellte sich heraus, dass sich der Schwimmer bereits unverletzt an Land befand. Auch am Millstätter See machten sich die heftigen Windböen bemerkbar. Die Wasserrettungs-Einsatzstellen Döbriach und Ferndorf starteten eine Sturmwarnfahrt.

22 Menschen am Faaker See gerettet

Etwa eine Stunde später erreichte die Unwetterfront den Raum Villach. Vor allem am Faaker See und am Ossiacher See mussten die Einsatzkräfte innerhalb kurzer Zeit mehrfach ausrücken. Die Wasserrettung Sattendorf brachte drei Menschen sicher an Land. Auch die Einsatzkräfte der Wasserrettung Villach retteten mehrere Schwimmer und Stand-up-Paddler. Insgesamt wurden in diesem Bereich sechs Einsätze abgearbeitet.

Besonders kritisch entwickelte sich die Lage am Faaker See. Dort gerieten durch das plötzlich aufziehende Unwetter zahlreiche Menschen auf dem Wasser in Schwierigkeiten. Die Österreichische Wasserrettung Faaker See war mit beiden Rettungsmotorbooten im Einsatz und rettete insgesamt 22 Personen aus Seenot. Unterstützung kam von der Freiwilligen Feuerwehr Drobollach, die ebenfalls mit einem Boot ausrückte.

Weitere Einsätze rund um den Wörthersee

Im Verlauf zog die Gewitterfront Richtung Wörthersee. Dadurch mussten die Wasserrettungen Velden, Bad Saag, Pörtschach, Krumpendorf und Klagenfurt zu mehreren Einsätzen ausrücken. Am Keutschacher See retteten Einsatzkräfte einen Schwimmer, der sich rund 300 Meter vom Ufer entfernt im Wasser befand. Am Klopeiner See machten Helfer zahlreiche Badegäste rechtzeitig aufmerksam – zwei Schwimmer mussten aber geborgen werden.

Das Unwetter hatte auch Auswirkungen auf eine der größten Veranstaltungen Kärntens. Wegen des herannahenden Gewitters wurde der 81. Villacher Kirchtag gegen 15.30 Uhr vollständig geräumt. Besucher wurden aufgefordert, das Veranstaltungsgelände zu verlassen und zuvor festgelegte Schutzgebäude aufzusuchen. Über Facebook sowie mittels AT-Alert wurden die Menschen zusätzlich vor der Gefahr gewarnt.

Die Räumung verlief laut Stadtsprecher Christian Kohlmayer gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr und Sicherheitskräften geordnet. Gegen 17.30 Uhr konnte der Großteil des Geländes wieder geöffnet werden. Lediglich der Kaiser-Josef-Platz blieb zunächst gesperrt, weil sich Regenwasser im Dach eines großen Festzeltes gesammelt hatte und dieses zuerst entlastet werden musste.

Auch Oberösterreich von Gewitterfront getroffen

Während Kärnten vor allem mit Rettungseinsätzen auf den Seen beschäftigt war, traf die Gewitterfront am Abend auch Teile Oberösterreichs. Vom Innviertel und Hausruckviertel meldeten Feuerwehren zahlreiche Einsätze, berichten die "Oberösterreichischen Nachrichten". Nachdem tagsüber außergewöhnlich hohe Temperaturen gemessen worden waren, zog die Front von Bayern her über das Bundesland.

Sirenen heulten vielerorts, weil umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste Straßen blockierten oder auf Dächer stürzten. Auch die Wasserrettung stand am Attersee im Einsatz. Die hohe Zahl an Alarmierungen war so groß, dass die Internetseite der oberösterreichischen Feuerwehren am Abend zeitweise überlastet war. In Oberösterreich wurden in Weyer 39,6 Grad gemessen. Damit wurde ein 13 Jahre alter Rekord eingestellt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 31.07.2026, 22:17