Die anhaltenden Hitzewellen in Europa verändern die Urlaubspläne vieler Menschen. Statt stundenlang in der prallen Sonne am Strand zu liegen, suchen Reisende gezielt kühlere Regionen auf. Dieser Trend trägt mittlerweile sogar einen eigenen Namen: "Coolcation" – eine Kombination aus den englischen Wörtern "cool" und "vacation".
Besonders profitieren davon Regionen in den Alpen, die auch im Hochsommer angenehm kühl bleiben und zahlreiche Möglichkeiten zur Erfrischung bieten.
Als Paradebeispiel nennt die Tourismusregion Schladming-Dachstein in der Steiermark ihre einzigartige Naturkulisse. Zwischen dem Dachsteinmassiv und den Schladminger Tauern warten mehr als 1.000 Quellen, rund 300 Bergseen und über 100 Wasserfälle auf Besucher.
Die Höhenlage von bis zu 2.700 Metern sorgt selbst an heißen Sommertagen für deutlich angenehmere Temperaturen als in den Städten oder an vielen Mittelmeerstränden.
Ein besonderes Highlight ist der Dachsteingletscher. Während im Tal vielerorts Temperaturen von weit über 30 Grad herrschen, erleben Besucher auf fast 2.700 Metern Seehöhe hochalpines Klima.
Attraktionen wie der Sky Walk, die spektakuläre Hängebrücke, die "Treppe ins Nichts" oder der Eispalast locken jedes Jahr zahlreiche Gäste an. Dort können Besucher sogar mitten im Sommer Eis und Schnee erleben.
Neben den niedrigeren Temperaturen spielt für viele Urlauber noch ein weiterer Faktor eine Rolle: Ruhe. Statt überfüllter Strände setzen immer mehr Menschen auf Natur, Bewegung und Entschleunigung.
Dazu gehören auch sogenannte Sternenplätze im Naturpark Sölktäler, wo fernab von künstlichem Licht der Nachthimmel besonders gut zu sehen ist. Ergänzt wird das Angebot durch regionale Spezialitäten im Rahmen der "Almkulinarik".
Der Trend zur Coolcation dürfte angesichts immer häufigerer Hitzewellen weiter an Bedeutung gewinnen. Statt schweißtreibender Strandtage entscheiden sich immer mehr Urlauber bewusst für Berge, Seen und frische Alpenluft.