Walijewa katapultierte sich vor den Olympischen Spielen 2022 in Peking schlagartig ins Rampenlicht. Die damals 15-Jährige wurde als kommender Star und Gold-Favoritin gefeiert, ehe nach dem Team-Wettbewerb, in dem Russland mit Walijewa die Goldmedaille errang, eine positive Dopingprobe der Eis-Prinzessin aus dem Dezember 2021 publik wurde. Die hatte Walijewa im Rahmen der russischen Meisterschaften abgegeben, bei ihr war Trimetazidin nachgewiesen worden. Die Russin erkämpfte sich zwar juristisch ihren Start bei Olympia 2022, brach in der Kür unter dem Druck der Weltöffentlichkeit aber zusammen und wurde Vierte.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS verhängte schließlich eine rückwirkende Dopingsperre für vier Jahre, die Walijewa versuchte, zu bekämpfen, nun aber eine Niederlage kassierte.
Ein Bundesgericht in Lausanne (Schweiz) wies die Berufung der mittlerweile 19-Jährigen gegen ihre vierjährige Dopingsperre zurück. Walijewa muss darüber hinaus gut 7.500 Euro an die Welt-Anti-Doping-Agentur und über 8.600 Euro an die Internationale Eiskunstlauf-Union bezahlen. Walijewa hatte stets bekräftigt, durch das Trinken aus dem Wasserglas ihres Großvaters kontaminiert worden zu sein. Ihre Anwälte beriefen sich auf ein Experiment eines im Auftrag der russischen Anti-Doping-Agentur arbeitenden Wissenschaftlers aus dem Jahr 2022, der eine Kontamination als möglich, wenn auch nicht als die wahrscheinlichste Variante bezeichnete. Die Argumentation wies nun auch das Bundesgericht zurück.
Walijewas Dopingsperre läuft nun zwar bald ab, seit einigen Wochen darf die mittlerweile 19-jährige Russin auch wieder trainieren. Doch ein Antreten bei Olympia 2026 in Mailand und Cortina ist nun ausgeschlossen. Denn die letzte Olympia-Qualifikationschance für russische und belarussische Athleten, die unter neutraler Flagge bei Olympia starten dürfen, gab es bereits im September in Peking. Die russische Eis-Prinzessin muss nun also zuschauen.