Nach dem dramatischen 2:1-Halbfinalsieg Argentiniens gegen England steht eine Szene unmittelbar vor dem entscheidenden Treffer im Mittelpunkt. In den sozialen Medien werfen zahlreiche englische Fans dem VAR vor, ein mögliches Foul von Lionel Messi übersehen zu haben.
Vor Lautaro Martinez' Siegtreffer lieferte sich Messi ein Laufduell mit Djed Spence. Dabei sah es in einigen TV-Einstellungen so aus, als habe der Weltstar den englischen Verteidiger am Fuß getroffen. Messi setzte sich anschließend durch, flankte in den Strafraum und bereitete das 2:1 vor.
Im Netz sorgte die Szene prompt für hitzige Diskussionen. "Warum funktioniert der VAR nur, wenn das Tor gegen Argentinien fällt?", schrieb ein Fan. Andere fragten sich, weshalb das Einsteigen nicht als Foul gewertet wurde.
Einen Eingriff des Videoassistenten gab es jedenfalls nicht, der Treffer zählte und Argentinien zog ins zweite WM-Finale in Folge ein.
England-Teamchef Thomas Tuchel wollte sich nach dem Spiel nicht mit der strittigen Szene aufhalten. Stattdessen lobte er den Gegner. Argentinien habe nach dem Ausgleich mutiger gespielt und mehr Risiko genommen. Seine eigene Mannschaft habe dagegen plötzlich gespürt, wie viel auf dem Spiel stand.