Auf einem Spielplatz im Innenhof eines Gemeindebaus in Wien-Simmering kam es vor einigen Tagen zu einem handfesten Eklat: Die Tochter von "Heute"-Leserin Renate* und Markus* (Namen von der Redaktion geändert) soll von einer fremden Frau geschlagen worden sein. Außerdem hielt diese Frau das Kind auch von den Spielgeräten ab – "Heute" berichtete.
Zu dieser Eskalation kam es ausgerechnet an Renates 40. Geburtstag. Sie eilte zu ihrem Kind, wollte zunächst schlichten, doch die Situation schaukelte sich weiter hoch. Nach gegenseitigen Anschuldigungen bekam die Mutter des verletzten Mädchens ein behördliches Waffenverbot ausgesprochen, zusätzlich soll der Kindesvater wegen mehrerer Vergehen knapp 400 Euro bezahlen.
Die Vorgeschichte: Die Kinder von Renate und Markus spielten am 28. April in ihrem Grätzel in Simmering auf einem nahegelegenen Gemeindebau-Spielplatz. Dort soll eine fremde Frau Renates achtjährige Tochter attackiert haben. "Meine Tochter stürzte auf den Rücken und den Kopf", erklärt die Wienerin gegenüber "Heute". Mit ihrem Kind musste Renate ins UKH Meidling.
Die aufgebrachte Mutter alarmierte in weiterer Folge die Polizei, die Beamten sollen ihr Anliegen telefonisch nicht ernst genommen haben. Renate gab nicht auf und erschien persönlich in der Polizeiinspektion. Dort erstattete sie Anzeige wegen Körperverletzung.
Am Spielplatz selbst soll laut einer Strafverfügung der Polizei Renates Partner negativ aufgefallen sein – und jetzt dafür 390 Euro brennen. Der Grund: Er soll sich laut Polizei gegenüber Beamten aggressiv verhalten haben und mehrmals lautstark mit geballten Fäusten sowie zähneknirschend auf die Uniformierten zugegangen sein.
Weiters soll er durch eine wüste Schimpftirade den öffentlichen Anstand verletzt haben: "Ihr H***nsöhne" war da fast noch die freundlichste Verbal-Attacke.
Für die Lärmerregung, die Schimpftirade sowie das aggressive Verhalten stellte die Polizei Markus per Post eine Strafe in der Höhe von 390 Euro aus. Das Wiener Paar zeigt sich im "Heute"-Talk erbost über das Verhalten der Beamten:
„Auf dem Spieplatz wurden nur die Daten von uns aufgenommen. Die Fremde wurde hingegen geschützt.“"Heute"-Leserin RenateIhre Tochter wurde von einer fremden Frau auf einem Spielplatz attackiert
Für das Verhalten der Mutter des verletzten Kindes setzte es obendrauf noch ein Waffenverbot. Wie die Pressestelle der Wiener Polizei gegenüber "Heute" erklärte, wurde auch die fremde Frau verwaltungsrechtlich angezeigt. Ob der Gemeindebau-Streit damit beendet ist, darf bezweifelt werden.