Verband prüft Schuh von "Wunderläufer" Kipchoge

Hatte Eliud Kipchoge durch seinen "Nike"-Laufschuh einen Wettbewerbsvorteil bei seinem Marathonlauf unter zwei Stunden in Wien? Der Leichtathletikweltverband stellt das Modell jetzt auf den Prüfstand.

Als erster Mensch der Welt lief Eliud Kipchoge kürzlich in Wien einen Marathon unter zwei Stunden (1:59:40 Stunden). Nur einen Tag später verbesserte seine kenianische Landsfrau Brigid Kosei beim Chicago-Marathon den Weltrekord der Frauen auf 2:14:04 Stunden.

Neben ihrer afrikanischen Herkunft eint die beiden auch das Schuhmodell, mit dem sie zu ihren Fabelzeiten förmlich flogen. Es handelt sich um das Modell "Vaporfly" des Sportartikelherstellers "Nike", der mit Carbonplatten und Luftkissen in der Sohle ausgestattet ist.

Der Leichtathletikweltverband stellt den "Vaporfly" jetzt auf den Prüfstand, um herauszufinden, ob Kipchoge und Kosei durch sein Tragen einen möglichen Wettbewerbsvorteil genossen hatten. Der Aufruf dazu kam angeblich von mehreren Athleten, der Verband berief eine Arbeitsgruppe aus Athleten, Sozial- und Rechtswissenschaftern und Biomechanikern ein, die den "Nike"-Schuh unter die Lupe nehmen.

"Die Luftkissen im Zusammenspiel mit dem Carbonplatten stellen ein federndes Element dar. Allerdings sind die Carbonplatten seit Längerem in Gebrauch", will Uwe Kersting, Sportwissenschaftler vom Institut für Biomechanik und Orthopädie an der Sporthochschule Köln, bereits herausgefunden haben. "Man kann damit die Laufökonomie gering verbessern." Das Regelwerk sieht vor, dass ein Schuh für alle Athleten frei zugänglich sein muss, dabei aber keinen unfairen Vorteil bieten darf.

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