Psychologie

Verdrängung: Hilft sie oder macht sie krank?

Wir schieben oft belastende Gedanken beiseite. Das kann kurzfristig helfen – doch Forschung warnt vor langfristigen Folgen für die Gesundheit.
Heute Life
11.05.2026, 14:32
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Wer kennt das nicht: Unangenehme Erlebnisse oder schmerzhafte Erinnerungen werden einfach weggeschoben. Dieser psychologische Mechanismus nennt sich Verdrängung – und er läuft völlig unbewusst ab.

Bereits Sigmund Freud definierte Verdrängung als Abwehrmechanismus der Psyche. Sie schützt uns vor unangenehmen oder schmerzhaften Gefühlen. Besonders traumatische Erlebnisse können dazu führen, dass Erinnerungen ins Unbewusste verschoben werden, weil die Situation zu überwältigend ist.

Wie quarks.de berichtet, kann dieser Prozess kurzfristig durchaus helfen, mit akuten Belastungen besser klarzukommen. Doch auf Dauer wird es laut Experten problematisch.

Verdrängte Gefühle sind nicht weg

Die verdrängten Inhalte existieren weiterhin im Unbewussten. Sie können sich später auf unvorhergesehene Weise zeigen – etwa in Träumen, Fehlleistungen oder sogar körperlichen Symptomen.

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Auch scheinbar kleine Erlebnisse aus der Kindheit können uns prägen. Wurden Konflikte früh stets vermieden, kann das später zu einer übermäßigen Angst vor Auseinandersetzungen führen.

Kann Verdrängung krank machen?

Einige Studien haben einen Zusammenhang zwischen Verdrängung und körperlichen Erkrankungen untersucht. Manche Forschende argumentieren, dass chronischer Stress durch Verdrängung zu Bluthochdruck beitragen kann.

Allerdings führt nicht jede Form der Verdrängung automatisch zu körperlichen Beschwerden. Die Ergebnisse der Wissenschaft sind hier gemischt.

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