Der Wirbel um Cristiano Ronaldos überraschende Abreise von der portugiesischen Nationalmannschaft geht weiter. Jetzt meldet sich mit Journalist Edu Aguirre ein Freund des 41-Jährigen zu Wort – und erhebt schwere Vorwürfe gegen Teamchef Jorge Jesus.
Aguirre behauptet in der Fußball-Show "El Chiringuito", Ronaldo habe sich von Jesus getäuscht gefühlt. Hintergrund ist das Nations-League-Spiel gegen Norwegen, bei dem der Superstar erstmals seit 18 Jahren in einem Länderspiel keine einzige Minute zum Einsatz kam. Zuvor hatte sich Ronaldo rund 30 Minuten lang aufgewärmt, ohne dann eingesetzt zu werden.
Laut Aguirre habe sich Jesus anschließend in einer Besprechung bei Ronaldo entschuldigt und angekündigt, dies auch öffentlich zu tun. Auf der Pressekonferenz sei davon aber nichts mehr zu hören gewesen. "Cristiano ist deswegen ausgerastet, weil er sich betrogen fühlte", behauptet Aguirre.
Der Ronaldo-Vertraute geht sogar noch weiter: "Deshalb sage ich, das ist Verrat." Jesus habe Ronaldo öffentlich noch schlechter dargestellt, indem er betont habe, dass er als Trainer das Sagen habe und der Superstar nur einer von vielen Spielern sei.
Ronaldo selbst hat seine Version der Ereignisse noch nicht öffentlich gemacht. Nach seiner Abreise kündigte er auf Instagram aber an: "Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen." Bis dahin bleibt offen, was tatsächlich hinter dem Portugal-Eklat steckt.
Das Team bestreitet am Donnerstagabend das Nations-League-Duell gegen Dänemark. Ronaldo wäre erneut nicht in der Startformation gestanden, wie der Coach zuvor erklärt hatte.