1,734 Sekunden – das war der Rückstand Verstappens auf Sprint-Pole-Setter George Russell im Mercedes. Die "Silberpfeile" schüttelten den Rest des Feldes deutlich ab. So hatte Weltmeister Lando Norris im McLaren als Dritter bereits 0,621 Sekunden Rückstand. Auf ihn fehlte Verstappen mehr als eine Sekunde.
Deshalb war die Enttäuschung beim Vierfach-Weltmeister riesengroß. "Der gesamte Tag war vom Tempo her eine Katastrophe. Kein Grip, keine Balance – das ist unser größtes Problem. Wir verlieren so viel Zeit in den Kurven. Daraus ergeben sich weitere Probleme", ärgerte sich der 28-Jährige.
Ebenso ernüchternd: Verstappens Teamkollege Isack Hadjar landete nur auf dem zehnten Platz (+2,203) und wurde damit Letzter des dritten Qualifying-Abschnitts. Im Sprint am Samstag (4 Uhr) über 100 Kilometer, oder 19 Runden, scheint trotz des neuen Regelwerks eine Aufholjagd unwahrscheinlich zu sein. Vor allem auch deshalb, weil sich die Autos mittlerweile in "Parc Ferme"-Bedingungen befinden, also nichts am Setup verändert werden darf. "Ich weiß wirklich nicht, was wir jetzt tun können. Schauen wir einmal", so der frustrierte Verstappen.
Zuvor hatte sich schon Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies via Funk bei Verstappen entschuldigt. Als der Niederländer gerade zurück an die Box fuhr, funkte der Franzose: "Tut mir leid, Max. Das war bitter. Wir haben viel zu lernen."
"Von den ersten Runden an war es hier schon schwierig. Wir haben das Auto nicht ins Fenster bekommen. Und darüber hinaus haben uns ein paar Probleme eingebremst – viele kleine Probleme, die sich aber summiert haben", erklärte Mekies dann gegenüber "Viaplay". "Es geht darum, zu verstehen, was uns fehlt, wie wir mehr aus dem Paket herausbekommen", erklärte der Red-Bull-Teamchef weiter.
Nach dem Sprint am Samstag (4 Uhr) folgt das Qualifying für den Großen Preis (8 Uhr). Da sind nur wenige Setup-Änderungen möglich. Nach dem Qualifying gelten dann wieder "Parc Ferme"-Regeln.