Formel-1-Boss Stefano Domenicali hat auf die Kritik rund um das neue Reglement reagiert – auch auf jene von Weltmeister Max Verstappen. Nach drei Rennwochenenden wird aktuell intern über mögliche Anpassungen diskutiert, etwa beim Energiemanagement. Ziel ist es, gefährliche Tempounterschiede zu reduzieren und das Qualifying wieder zu schärfen.
Trotz Kritik von Fahrern und Puristen zieht Domenicali ein insgesamt positives Zwischenfazit. Zuschauerzahlen und TV-Quoten stimmen. Gleichzeitig betont er, dass Feedback aus dem Fahrerlager ernst genommen werde.
"Meine Gespräche mit ihnen sind definitiv sehr offen, und sie wissen, dass mir ihre Meinung wichtig ist. Ich möchte, dass sie eingebunden sind", sagt Domenicali. Er verweist aber auch auf unterschiedliche Perspektiven im Feld: "Wenn man mit den Fahrern an der Spitze spricht, sind sie immer sehr glücklich, weil sie gewinnen. Die anderen können frustriert sein."
Besonders im Fokus steht Verstappen, dessen Aussagen laut Domenicali "Gewicht" haben. "Ich habe mit Max seit Beginn viele, viele Gespräche geführt. Ich verstehe seine Kommentare, und er versteht das große Ganze", so der Italiener. Gleichzeitig mahnt er: "Er ist der beste Fahrer, ein mehrmaliger Weltmeister, und natürlich muss seine Stimme gehört werden. Aber er weiß auch, dass seine Stimme Gewicht hat."
Grundsätzlich fordert der Formel-1-Boss mehr Respekt für den Sport: "Hört zu, Leute, vergesst nicht, dass wir heute hier sind, weil wir gemeinsam die richtigen Entscheidungen getroffen haben." Und weiter: "Also zeigt Respekt für einen Sport, der uns allen unglaubliche Möglichkeiten gegeben hat." Verbesserungen seien möglich, der Weg dorthin müsse aber gemeinsam erfolgen.