128 Podestplätze hat Verstappen in seiner langen und erfolgreichen Karriere bereits eingefahren, kehrte am Sonntag im Grand Prix von Kanada als Dritter auf das Stockerl zurück – hinter Rennsieger und Überflieger Andrea Kimi Antonelli im Mercedes und dem wiedererstarkten Ferrari-Star Lewis Hamilton.
Dabei war Verstappen eigentlich nur als Sechster ins Rennen gegangen. Er profitierte auch von einem Pleiten-Rennen bei McLaren, nachdem Weltmeister Lando Norris und sein Teamkollege Oscar Piastri eigentlich aus der zweiten Startreihe losgefahren waren. Norris schied aus, Piastri verpasste mit zwei Runden Rückstand als Elfter die Punkteränge.
Die McLaren-Misere nahm dabei schon früh ihren Lauf. Beide Piloten hatten nämlich die Intermediate-Reifen aufgezogen – McLaren spekulierte mit stärker werdendem Nieselregen, war damit allerdings alleine unter den Top-Teams. Zwar half die Reifenwahl Norris noch, am Start die Führung zu übernehmen, doch der Brite musste – genauso wie sein Teamkollege Piastri, der sich am Funk bereits über die Reifen beklagt hatte – schnell in die Box und auf Trockenreifen umstecken, der erhoffte Regen kam nicht, die Strecke trocknete schnell auf. Das warf beide Piloten deutlich zurück.
Und sorgte auch bei Red-Bull-Star Verstappen für Schmunzeln. Als der Niederländer nach dem Rennen auf die Strategie des britischen Rennstalls angesprochen wurde, konnte der Vierfach-Weltmeister nur lachen. "Das war eine großartige Entscheidung", schmunzelte Verstappen. Und ergänzte: "Ich habe mir nur gedacht: Vielen Dank!" Der Niederländer hatte so schließlich kampflos zwei Positionen gewonnen.
Auch Rennsieger Antonelli sei "überrascht" von der Reifenwahl seiner Konkurrenten gewesen. "Das war ein großes Risiko. Es wäre natürlich sehr gut für sie gewesen, wenn es begonnen hätte, zu regnen. Aber das hat es nicht", meinte der Italiener.