Eine 17-Jährige machte im Keller eines Hauses in Frankfort im US-Bundesstaat Illinois eine schreckliche Entdeckung: Dort fand sie den zweijährigen Barret leblos an einem Seil. Die Nachbarin schnitt den Buben herunter, verständigte die Einsatzkräfte und begann sofort mit Wiederbelebungsversuchen.
Für das Kind kam dennoch jede Hilfe zu spät. Barret wurde noch notärztlich versorgt, später im Krankenhaus jedoch für tot erklärt. Laut Autopsie starb der Zweijährige durch Ersticken infolge einer Strangulation.
Seine Mutter Corie W. steht unter Verdacht, ihren Sohn erhängt zu haben. Sie soll unter Wahnvorstellungen gelitten und den Buben als "Teufel" und den "Antichristen" bezeichnet haben.
Nachdem die 17-Jährige das Kind entdeckt hatte, fand sie Corie W. im Obergeschoss des Hauses in einer Badewanne. Die Frau hatte tiefe Schnittwunden an den Handgelenken und Oberschenkeln.
Die Jugendliche nahm ihr ein Messer weg und drückte Handtücher auf die Verletzungen.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls befand sich der Vater der Kinder auf einer Geschäftsreise außerhalb von Illinois. Ein Baby war ebenfalls im Haus und blieb unverletzt. Zwei weitere schulpflichtige Geschwister kamen kurz nach dem Eintreffen der Polizei von der Schule nach Hause.
Aus den Ermittlungsakten soll hervorgehen, dass sich die Beschuldigte intensiv mit dem Fall von Lindsay Clancy beschäftigt hatte. Clancy hatte 2023 in den USA ihre Kinder getötet. Wenige Stunden vor dem Tod ihres Sohnes soll Corie W. in einem Gruppenchat mit Freunden über diesen Fall gesprochen haben.
Bei ihrer ersten gerichtlichen Anhörung argumentierten die Anwälte der Beschuldigten, dass sie unter einer schweren Psychose gelitten habe und zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig gewesen sei.
Die Staatsanwaltschaft setzte jedoch durch, dass Corie W. bis zum Beginn des Verfahrens ohne Möglichkeit einer Freilassung gegen Kaution in Untersuchungshaft bleibt. Begründet wurde dies mit einer akuten Gefahr, die von ihr ausgehe.
Die drei weiteren Kinder der Frau blieben bei dem Vorfall unverletzt.