Real Madrid schreibt in dieser Saison weiter Schlagzeilen – allerdings nicht nur aus sportlichen Gründen. Diesmal sorgt Neuzugang Dean Huijsen (20) für Aufsehen. Der Innenverteidiger, der seit dem Sommer für die "Königlichen" aufläuft und sportlich sofort überzeugte, geriet abseits des Platzes ins Kreuzfeuer der Kritik.
Der spanische Nationalspieler hatte in seiner Instagram-Story einen Beitrag geteilt, der rassistische Klischees über das Aussehen von Menschen ostasiatischer Herkunft enthielt. Der Post wurde zwar kurz darauf gelöscht, Screenshots verbreiteten sich jedoch rasch im Netz. Vor allem auf dem asiatischen Markt löste die Aktion einen massiven Shitstorm aus.
Real Madrid reagierte mit einer offiziellen Stellungnahme auf der chinesischen Plattform "Weibo". In dem auf Chinesisch veröffentlichten Statement wird Huijsen wie folgt zitiert: "Ich entschuldige mich aufrichtig bei meinen chinesischen Freunden. Ich habe zuvor unbeabsichtigt einen Inhalt weitergeleitet, der beleidigende Nachrichten enthielt. Das war völlig unbeabsichtigt und ich bedauere die dadurch verursachten Unannehmlichkeiten."
Doch die Wogen sind damit offenbar noch nicht geglättet. Viele Fans in China fordern weitergehende Schritte – etwa eine öffentliche Entschuldigung auf internationalen Plattformen oder ein persönliches Statement in einem Live-Video. Für Real Madrid wäre ein nachhaltiger Imageschaden in der Volksrepublik heikel, gilt der chinesische Markt doch seit Jahren als strategisch besonders bedeutend für den Klub.
Konkret hatte Huijsen am vergangenen Wochenende ein Bild einer Person ostasiatischer Herkunft sowie zwei Nutzer-Kommentare geteilt. Darin hieß es unter anderem: "Sogar die Chinesen nennen ihn Chinesen" sowie "Man könnte ihm mit Zahnseide die Augen verbinden" – Aussagen, die klar rassistische Stereotype bedienen. Die Affäre reiht sich damit in eine Saison ein, in der Real Madrid wiederholt abseits des Rasens für Negativschlagzeilen sorgt.