Viele verschiedene Säugetierarten sind in Europa von dem gefürchteten Vogelgrippevirus betroffen. Im Jahr 2023 wurde das Vogelgrippevirus zum ersten Mal bei einem Eisbären festgestellt – bei einem jungen Männchen in Alaska. Das jetzt in Spitzbergen gefundene Tier war laut dem norwegischen Veterinärinstitut mit dem Subtyp H5N5 infiziert. Dieser Typ wurde in Spitzbergen vorher bereits bei Vögeln, aber auch bei einem Walross und bei Polarfüchsen nachgewiesen.
„Die Funde sind Teil einer Entwicklung, bei der das Vogelgrippevirus vermehrt bei Säugetieren in Europa nachgewiesen wird.“Ragnhild TønnessenVeterinär
In den letzten Jahren hat sich das Virus auch in neuen Gebieten ausgebreitet, etwa in der Arktis. Dort könnte es Auswirkungen auf gefährdete Tierbestände und das gesamte Ökosystem haben.
Das Vogelgrippevirus ist schon bei etlichen Säugetierarten in Europa entdeckt worden. Neben Kühen und Katzen waren auch verschiedene Raubtiere betroffen, von Nerz, Luchs und Bär bis hin zu Seehunden und Kegelrobben.
Sogar bei einem Schaf in Großbritannien ist die Geflügelinfluenza nachgewiesen worden. Eine Ansteckung von Menschen mit dem Virus ist grundsätzlich möglich, kommt aber nur selten vor.