Dunkelblau, stachelig und auffällig – dieses Sofa ist definitiv nichts für Couchpotatoes. Direkt vor dem Möbelhaus Ikea am Westbahnhof steht derzeit wohl eine der unbequemsten Sitzgelegenheiten des Landes.
Eigentlich ist es eine Kunst-Installation, gut gesichert hinter Glas. Doch "Heute" durfte einen genaueren Blick auf das ungewöhnliche Möbelstück werfen. Die Konstruktion ist aus Holz; die Stacheln aus einer Art Styropor gefertigt – insgesamt zwar relativ stabil, aber zum Hinsetzen ist das Sofa definitiv nicht gedacht.
Hinter der Aktion steckt oeticket. Drei Tage lang stellt der Ticketing-Anbieter die wohl unbequemste Couch der Welt mitten in Wien auf. Angefertigt wurde sie von den Künstlerinnen Ella Bella Guggenbichler und Zoe Lenoie Guggenbichler. Mit spitzen Stacheln besetzt, soll die "Uncomfy Couch" Couchpotatoes dazu bringen, aufzustehen und wieder mehr zu erleben.
Denn: Sechs von zehn Österreicher zwischen 14 und 45 Jahren sagen von sich selbst, dass sie inzwischen zu bequem geworden sind, um rauszugehen und etwas zu erleben. Mehr als zwei Drittel würden zwar gerne, brauchen aber manchmal einen kleinen Schubs.
Die österreichweite Marketagent-Umfrage im Auftrag von oeticket zeigt, wie stark Gemütlichkeit bei der Freizeitgestaltung tatsächlich mitmischt. Zwei Drittel der 522 Befragten sind wählerischer geworden, wofür sie das Haus verlassen. Mehr als die Hälfte verbringt ihre Freizeit grundsätzlich lieber zu Hause und Müdigkeit spielt ebenfalls für viele eine Rolle.
Rund 43 Prozent zählen "Freunde und Familie zu Hause treffen" und 39 Prozent "es sich zu Hause gemütlich machen" zu ihren Favoriten. Auch „Streaming und TV" landet noch vor sämtlichen Ausgeh-Aktivitäten wie Theater, Konzerte, Festivals, aber auch Partys oder Sportevents.
Was die Österreicher zu Hause hält, ist allerdings nicht nur die Bequemlichkeit. Auch Müdigkeit, der Wunsch, Menschenmengen und Trubel zu vermeiden, sowie Kosten und Teuerung spielen eine Rolle. An fehlenden Möglichkeiten liegt es hingegen nur selten: Lediglich rund 14 Prozent geben an, dass es in ihrer Umgebung wenig oder kein passendes Angebot gibt. Gelegenheiten für Unternehmungen wären also durchaus vorhanden.
"Die Umfrage zeigt einen interessanten Widerspruch: Die Menschen haben zwar Lust, etwas zu unternehmen, aber manchmal ist diese verdammte Couch einfach zu bequem. Genau da setzen wir an – ohne erhobenen Zeigefinger, sondern mit einem Augenzwinkern", sagt Christoph Klingler, CEO von "Eventim Austria".
Aus diesem Grund hat man die "Uncomfy Couch" aufgestellt – direkt vor dem Ikea am Westbahnhof als Kontrastpunkt zu einem Ort, der für Wohnkomfort und Gemütlichkeit in den eigenen vier Wänden steht.
oeticket verbindet die "Uncomfy Couch" mit drei kostenlosen Live-Erlebnissen, für die niemand ins Geldbörserl greifen muss. An jedem der drei Tage (1. bis 3. September) wird die Couch am Westbahnhof zur Bühne für ein Konzert – jeweils um 18 Uhr. Danach geht es für das stachelige Möbelstück weiter – es soll künftig auch noch an anderen Standorten in Österreich ein Platzerl finden.