Wer in Linz etwas verliert, ist selten allein – aber manchmal ziemlich originell unterwegs. Denn im Fundservice der Stadt stapelt sich nicht nur der Klassiker-Mix aus Handy, Geldtasche und Schlüssel. 2025 landeten dort wieder Dinge, bei denen man kurz innehält und sich fragt: Wie genau passiert das eigentlich?
Die Bilanz ist jedenfalls beeindruckend: 9.824 Fundstücke wurden im vergangenen Jahr von ehrlichen Findern abgegeben. 5.228 Gegenstände fanden wieder zurück zu ihren Besitzern. Heißt auch: 4.596 Dinge warteten zuletzt noch darauf, abgeholt zu werden.
Die täglichen Dauerbrenner kennt man: Brillen, Mützen, Handschuhe, Schultaschen und Schlüssel. Doch das Linzer Fundservice zeigt jedes Jahr: Es gibt auch eine andere Liga. Eine, in der Gegenstände verschwinden, die man normalerweise nicht einfach irgendwo liegen lässt.
Denn auch im Vorjahr wurden wieder Gebisse, Hörgeräte und Rollatoren abgegeben. Kurz gesagt: Dinge, die man eigentlich ziemlich schnell vermissen sollte.
Wer jetzt nervös an die eigene vergessene Tasche (oder die Dritten) denkt: Achtung – Fundstücke bleiben nicht ewig. Wenn der Wert des Fundes unter 100 Euro liegt, werden sie bis zu sechs Monate gelagert. Ist der Wert höher, bis zu einem Jahr.
Nicht abgeholte Gegenstände gehen übrigens zurück an die Finder – oder werden gespendet. Genauer gesagt an die Volkshilfe Arbeitswelt GmbH, ARGE Trödlerladen und Caritas. Wertvolleres wird vom Fundbüro selbst verwertet – etwa Schmuck über das Dorotheum. Fahrräder bekommen alle zwei Jahre sogar einen eigenen Abverkauf.