Im Linzer Hafenbecken

Sogar die Donau friert schon zu – Eisbrecher im Einsatz

Wegen der Eiseskälte frieren sogar Flüsse zu. In Linz ist seit Donnerstagnachmittag der Eisbrecher unterwegs, um den Weg für die Schiffe freizuhalten.
Peter Reidinger
08.01.2026, 15:06
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Der Winter hat den Linzer Hafen fest im Griff. Bereits seit Anfang Jänner liegen die Temperaturen teilweise unter null Grad – das Eis breitet sich aus. Wenn es länger als minus 5 Grad bleibt, gefrieren die Fahrrinnen in Handels- und Tankhafen. Damit der Schiffsverkehr nicht stillsteht, rückte die MS Eduard aus – gleich zwei Mal innerhalb von 24 Stunden.

Mit ihren 60 Tonnen und knapp 22 Metern Länge fräst sich der Eisbrecher durch bis zu 15 Zentimeter dickes Eis. Aktuell beträgt die Eisschicht rund fünf Zentimeter. Der stahlverstärkte Bug und eine extra Schutzschicht aus Stahlblech rund um den Rumpf machen das möglich.

"Die Fahrrinnen in öffentlichen Häfen müssen laut Gesetz eisfrei bleiben", heißt es von der Linz AG. Neben dem Güterverkehr über die Donau betrifft das auch rund 20 Kreuzfahrtschiffe, die derzeit im Handelshafen überwintern.

Der Eisbrecher ist 22 Meter lang und 60 Tonnen schwer.
TEAM FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMMAYR

Im besonders eisigen Winter 2017 war der Linzer Eisbrecher übrigens ganze 26 Mal im Dauereinsatz – heuer könnte es ähnlich frostig weitergehen.

Eisdecke auf Seen teils noch dünn

Die Linz AG schlägt jetzt aber auch Alarm wegen der vielen zugefrorenen Badeseen im Großraum Linz – darunter der Pichlinger See, der Pleschinger See und der Weikerlsee. Diese wirken zwar gefroren, sind es aber nicht durchgehend. Das Eis ist laut Linz AG nicht tragfähig – das Betreten kann lebensgefährlich sein.

"Der Pichlinger See, der Pleschinger See und der Weikerlsee sind zwar teilweise bereits zugefroren, aber das Eis ist durchgängig nicht dick genug, um es gefahrlos betreten zu können", warnt die Linz AG. Offiziell freigegeben wurde keine einzige Fläche, auch eine Eisaufbereitung findet nicht statt. Wer trotzdem aufs Eis geht, tut das auf eigene Gefahr.

Trotz eindringlicher Warnungen zeigen aktuelle Fotos vom Pichlinger See zahlreiche Menschen beim Eislaufen oder Eisstockschießen – direkt neben gefährlichen Einbruchstellen. Ein gefährlicher Leichtsinn, der auch an anderen Naturgewässern beobachtet wird.

Wer dennoch nicht aufs Eislaufen verzichten will, sollte lieber auf die sicheren Kunsteisflächen der Linz AG ausweichen: Parkbad, Schörgenhub und Ebelsberg bieten kontrollierte Bedingungen. Infos zu Öffnungszeiten und aktuellen Bedingungen gibt's auf www.linzag.at/baeder – dort ist das Eis garantiert dick genug.

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