Mit rund zwei Millionen Euro Schulden hat am Donnerstag das oberösterreichische Forst- und Gartenpflege-Unternehmen Falkner einen Insolvenzantrag eingebracht. Eine Fortführung des Betriebs ist nicht geplant, ein Sanierungsplan wurde nicht eingereicht.
Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) wird erwartet, dass das Konkursverfahren in den nächsten Tagen am Landesgericht Linz eröffnet wird.
Die Team Falkner GmbH, gegründet 2016, hat ihren Sitz in Kollerschlag im Mühlviertel und ist im Bereich Forst-, Park- und Gartenpflege tätig. Im Unternehmen waren zuletzt neben dem Geschäftsführer drei Mitarbeiter beschäftigt.
Die Insolvenz hat mehrere Ursachen. Entscheidend waren ein erheblicher Rückgang der Auftragslage ab dem Jahr 2024, allgemeine Umsatzeinbußen, Zahlungsausfälle von Kundinnen und Kunden sowie die unerwartete Kündigung eines wesentlichen Vertragspartners. Laut AKV war die Kombination dieser Faktoren ausschlaggebend für den Insolvenzantrag.
Die finanzielle Lage des Unternehmens ist angespannt. Den Verbindlichkeiten von rund zwei Millionen Euro stehen Aktiva von etwa 100.000 Euro gegenüber, das freie Vermögen beläuft sich nach Angaben der Schuldnerin auf rund 40.000 Euro. Von der Insolvenz sind 84 Gläubiger betroffen.
Ein Großteil der vorhandenen Vermögenswerte, darunter Forderungen und vier Kraftfahrzeuge, ist zugunsten finanzierender Banken verpfändet.
Da weder ein Sanierungsplan vorliegt, noch eine Fortführung vorgesehen ist, ist derzeit von einer Abwicklung und Verwertung der Gesellschaft im Rahmen des Konkursverfahrens auszugehen. Für die betroffenen Mitarbeiter und Gläubiger werden die nächsten Wochen entscheidend sein, wie das Verfahren weiterläuft.