Das Elefantenbaby Khao Tom wurde allein und verletzt im thailändischen Dschungel gefunden. Seit mehreren Wochen wird der nach einer thailändischen Reissuppe benannte Elefantenjunge von Tierärzten aufgepäppelt und macht Fortschritte.
Nachdem das Tier offenbar von seiner Mutter verstoßen wurde, fanden Ranger es am 22. September alleine und regungslos im Dickicht liegend. Sie brachten es in die Forest Protection Unit, eine Wildtierklinik im Dschungel.
Tierärzte fanden eine Verletzung am rechten Hinterbein sowie Leber- und Nierenprobleme. Deshalb hatte der Kleine kaum Kraft, um den Kopf zu heben, geschweige denn zu stehen. Auch der Blutzucker des Tieres sank immer wieder und Khao Tom kam mehrmals in einen lebensgefährlichen Zustand der Unterzuckerung.
Wochenlang kämpfte das Team um das Überleben des Elefantenbabys. In den ersten Tagen wurde er mit Reisschleim gefüttert, danach mit spezieller Säuglingsnahrung, die er regelmäßig auch mitten in der Nacht bekam. Aus anderen Camps wurde Elefantenmuttermilch organisiert, die Khao Tom trinken konnte.
Langsam erholt sich der Elefantenjunge. Er kann inzwischen einige Zeit ohne Stütze sitzen und versucht auch aufzustehen, doch das geht wegen der Verletzung am Bein noch nicht, wie thailändische Medien berichten.
Damit es bald trotzdem klappt, setzt das Tierärzteteam therapeutische Maßnahmen ein, wie "Der Farang" berichtet. Beim Aufstehen wird er unterstützt, die Beine werden gedehnt und zur Muskelstimulation massiert. Zudem wird er mit Ultraschall behandelt, wodurch sich die Muskeln regenerieren sollen. Die Tierärzte zeigen sich zuversichtlich und denken, dass Khao Tom dank seiner Willenskraft und der Betreuung überleben wird.