Seit dem Formel-1-Einstieg von Energydrink-Gigant Red Bull war Helmut Marko der wichtige Faktor der Bullen, agierte über 20 Jahre lang als Bindeglied zwischen dem Dosen-Imperium und dem Formel-1-Rennstall in Milton Keynes.
Die wichtigste Aufgabe Markos war allerdings die Nachwuchsakademie des Rennstalls. Der Grazer entdeckte Stars wie Sebastian Vettel oder Max Verstappen, förderte auch weitere aktuelle Formel-1-Piloten wie Carlos Sainz, Alexander Albon, Isack Hadjar, Liam Lawson oder Pierre Gasly.
Dieses Feld liegt seit Markos überraschendem Abgang mit Jahresende 2025 brach. Da verabschiedete sich der Grazer nach über 20 Jahren beim Team in Formel-1-Pension – ist schließlich ja bereits 83 Jahre alt und war zuletzt vor allem als Förderer und Mentor Verstappens aufgetreten.
Red Bull will die Marko-Position nun aber doch neu besetzen – zumindest was den Leiter des Nachwuchsprogramms angeht. Und soll hier ausgerechnet beim Dauerrivalen Mercedes fündig geworden sein. Wie die "BBC" vermeldete, soll Red Bull intensiv daran arbeiten, Gwen Lagrue an Bord zu holen. Der Franzose ist aktuell bei den "Silberpfeilen" für das Nachwuchsprogramm zuständig und in dieser Rolle auch der Entdecker des aktuellen Shootingstars Andrea Kimi Antonelli. Lagrue ist zehn Jahre lang für Mercedes tätig, förderte auch Esteban Ocon, Ersatzfahrer Fred Vesti und nicht zuletzt in der finalen Nachwuchsphase auch George Russell.
Nun scheinen sich aber die Wege zu trennen. "Wir sind mit Gwen in Gesprächen über die Zukunft, aber es ist noch nichts vereinbart oder entschieden", meinte Mercedes-Teamchef Toto Wolff. Das heißt aber freilich, dass gerade intensiv an einer Lösung gearbeitet wird, um Lagrue aus seinem Mercedes-Vertrag herauszulösen.
Für Red Bull-Teamchef Laurent Mekies, ebenso Franzose, wäre dieses Engagement jedenfalls ein sensationeller Coup.