George Russell erlebt derzeit eine schwierige Phase. Während Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli zuletzt den Grand Prix von Belgien gewann und seine WM-Führung weiter ausbaute, schied Russell bereits in der ersten Runde aus. Der Rückstand auf den Italiener beträgt mittlerweile 50 Punkte.
Für Ex-Formel-1-Star Juan Pablo Montoya ist genau das aber kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: "Ich persönlich glaube, dass dieser Tiefpunkt für ihn wirklich etwas Gutes ist", sagte der Kolumbianer in der Post-Race-Show von F1 TV.
Zu Saisonbeginn galt Russell als einer der Favoriten auf den WM-Titel. Doch neben mehreren Zuverlässigkeitsproblemen macht ihm inzwischen auch der Speed seines deutlich jüngeren Teamkollegen zu schaffen.
"Am Anfang der Saison dachte er, dass er hier zweifellos zu den Besten gehört und den Titel holen wird", erklärte Montoya. Der Prozess, den Russell derzeit durchlaufe, sei zwar unangenehm, werde ihn aber stärker machen.
Der siebenfache Grand-Prix-Sieger ist überzeugt, dass Russell aus der Krise lernen wird. "Er möchte sich wieder aufbauen und weiß, dass es Dinge gibt, die er besser machen kann. Wenn man so etwas durchmacht, dann bist du am Ende ein besserer Fahrer und ein deutlich reiferer Mensch."
Auch Mercedes selbst spielt laut Montoya eine wichtige Rolle. Das Team gehe anders mit seinen Fahrern um als viele Konkurrenten.
"Mercedes ist wirklich gut darin, seinen Fahrern zu helfen und sich um sie zu kümmern. Du hörst nie, dass das Team den Fahrern die Schuld in die Schuhe schiebt", sagte der ehemalige Grand-Prix-Pilot.
Deshalb passe Russell auch so gut zu den Silberpfeilen. "Er ist ein Teamplayer, dem es darum geht, das Team aufzubauen und besser zu werden", so Montoyas Fazit.