Es war der Sturz, der die Skiwelt erschütterte! Als Lindsey Vonn auf der Tofana nach 13 Fahrsekunden übel stürzte und schwer verletzt im Schnee liegen blieb, war allen Beobachtern klar: die Ski-Queen hat sich wohl schwer verletzt. Drei Operationen und knapp eine Woche später hat sich der Fall bestätigt.
Die Diagnose im Krankenhaus Ca' Foncello in Treviso war bitter: Tibiafraktur im linken Bein – also einer der schwersten Schienbeinbrüche überhaupt. Zuletzt wurden Bilder öffentlich, die ein Eisengestell zeigten, das ihr Bein stabilisiert. Und: Nachdem zunächst nur spärlich Informationen über ihren Zustand preisgegeben wurden, kommen immer mehr Details über die Geschehnisse ans Licht. Nun spricht erstmals ihr behandelnder Chefarzt über den Unfall, die komplizierten Eingriffe und die aktuelle Lage der US–Amerikanerin.
Dr. Stefano Zanarella, Leiter der orthopädischen Abteilung, äußerte sich dazu im "Corriere della Sera". Er betonte, dass das Krankenhaus als offizielles Olympia-Krankenhaus bestens vorbereitet gewesen sei: "Wir wussten, dass bestimmte Situationen eintreten können – und wir haben uns darauf vorbereitet." Das Spital verfügt über diverse chirurgische Fachspezialisten und ist vor allem für die neurochirurgische Abteilung bekannt – also genau was Vonn benötigte. Jede Phase der Behandlung wurde mit einem Expertenteam abgestimmt. "Mit dem bisherigen Verlauf sind wir zufrieden", so Zanarella.
Eine solche Fraktur heißt: Der Knochen zerbricht in mehrere Teile – extrem schwierig zu behandeln. Um Stabilität zu schaffen, wurde Vonn deshalb auch bereits genanntes Gestell angebracht – es stellt den Bruch ruhig und ermöglicht einen besseren Heilungsprozess.
Vonn selbst bedankte sich auf Instagram bei Ärzten und Pflegepersonal. Das rührte Zanarella: "Das macht uns stolz – vor allem, weil wir eine medizinisch heikle Situation gemeistert haben." Und eines stellte der Chefarzt klar: Vonn sei kein Sonderfall gewesen – "wir haben jeden Patienten mit dem gleichen Einsatz behandelt".