Medaillen-Flop bei Olympia

"Party vorbei" - Skilegende spricht über Speed-Herren

Marco Büchel feierte mit Cornelia Hütter im Österreich-Haus und sprach über die aktuelle Form der ÖSV-Speed-Herren. Warum er an die Trendwende glaubt.
Sport Heute
13.02.2026, 17:00
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Nach Olympiasiegerin Federica Brignone ließ sich bei der Medaillenfeier von Cornelia Hütter im Österreich-Haus ein weiterer prominenter Gast blicken. Ski-Legende Marco Büchel, Vizeweltmeister von Beaver Creek 1999, mischte sich unter das Party-Volk.

Vor allem von der Stimmung zeigte sich der Liechtensteiner, der auch die Schweizer Staatsbürgerschaft besitzt, gegenüber "Heute" begeistert. "Es ist wirklich toll hier. Ich habe eine sehr enge Verbindung zum ÖSV. Sie haben gesagt, ich soll ins Österreich-Haus kommen – da bin ich natürlich gerne hier, vor allem jetzt, wo Conny die Medaille geholt hat", sagte Büchel.

"Wer mag Conny nicht?"

Besonders für Hütter freute sich der 54-Jährige. Nach zahlreichen vierten Plätzen – zuletzt am Sonntag in der Olympia-Abfahrt von Cortina – und mehreren Verletzungen habe sie sich diese Medaille verdient, erklärte Büchel, der auch als ZDF-Experte tätig ist. "Ich habe selten erlebt, dass eine ganze Nation einer Athletin das so sehr von Herzen gewünscht hat. Ich meine, wer mag die Conny nicht? Sie ist so bodenständig, so grandios."

Einen Wunsch habe er allerdings noch gehabt: "Noch schöner wäre es gewesen, wenn Ariane Rädler eine Hundertstel schneller gewesen wäre. Dann hätten wir zwei dritte Plätze gehabt. Aber das wäre wahrscheinlich zu viel des Guten gewesen."

Rädler hatte die Medaille im Super-G nur um eine Hundertstelsekunde verpasst und wurde Vierte. Trösten kann sie sich dennoch: Bereits am Dienstag gewann sie gemeinsam mit Katharina Huber Gold in der Team-Kombination.

Büchel bleibt entspannt

Ganz anders sieht es hingegen bei den Speed-Herren des ÖSV aus. Zwar konnte Vincent Kriechmayr die Silbermedaille in der Kombination holen, jedoch war es vor allem Manuel Feller, der von Rang sieben nach der Abfahrt des Oberösterreichers im Slalom noch Edelmetall für das Team einfuhr. In den Einzelbewerben blieben weitere Podestplätze aus. Raphael Haaser wurde im Super-G Fünfter, Kriechmayr belegte in der Spezial-Abfahrt Rang sechs.

Auch dafür hatte Büchel eine Erklärung. "Es kommt immer in Wellenbewegungen. Die Österreicher haben dafür in anderen Disziplinen enorme Chancen. Die Schweizer sind zum Beispiel derzeit im Speed bei den Männern sehr erfolgreich, dafür lassen sie bei den Frauen aus", sagte der Liechtensteiner. "Man kann zwar sagen, dass die Party für die österreichischen Speed-Herren vorerst vorbei ist. Aber sie werden früher oder später wieder zurückkommen." Ob und wann dieser Umschwung gelingt, wird sich zeigen. Die Voraussetzungen seien jedenfalls vorhanden – davon ist Büchel überzeugt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 13.02.2026, 17:37, 13.02.2026, 17:00
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