Was als große Olympia-Feier geplant war, endete für Lindsey Vonn in einem Albtraum – und für ihre Familie in bangen Minuten voller Angst. Die 41-jährige US-Amerikanerin stürzte in der Abfahrt von Cortina schwer, blieb liegen und musste schließlich per Helikopter abtransportiert werden. Schwester Karin und Vater Alan Kildow erlebten das Drama direkt im Zielraum mit.
Karin schilderte dem US-Sender NBC: "Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. Es ging alles sehr schnell. In so einem Moment hofft man einfach nur, dass sie okay ist. Es war beängstigend, denn wenn man sieht, wie die Tragen herausgebracht werden, ist das kein gutes Zeichen."
Besonders bitter: Vonn hatte sich trotz ihres erst wenige Tage alten Kreuzbandrisses bewusst für den Start entschieden. Sie wollte es noch einmal wissen, kämpfte mit Knie-Stabilisierung – und zahlte dafür einen hohen Preis. Dass ihre Schwester "alles gegeben" habe, mache das Zusehen für die Familie umso schwerer.
Immerhin war Vonn nicht allein. Ihr medizinisches Team und mehrere behandelnde Chirurgen waren vor Ort, um sofort reagieren zu können. Viel mehr als diese Information hatte die Familie kurz nach dem Sturz allerdings noch nicht. Während Lindsey untersucht wurde, blieb für die Angehörigen nur das Warten.
Etwas mehr wusste der österreichische Coach des US-Speedteams Alex Hödlmoser wenig später im SRF, lieferte eine erste Diagnose: "Wir haben noch sehr wenige Informationen. Anscheinend sollte es ein Bruch sein im Unterschenkel." Nach einer rund drei Stunden Behandlung im Olympiakrankenhaus Codivilla in Cortina sei sie mittlerweile nach Treviso verlegt worden.
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