Für Franco Foda steht eine besonders brisante Länderspielpause bevor. Der deutsche Trainer trifft mit dem Kosovo in vier Spielen gleich zweimal auf seinen ehemaligen Arbeitgeber Österreich.
Vor den Duellen muss sich Foda allerdings mit Unruhe innerhalb der kosovarischen Nationalmannschaft beschäftigen. Kapitän Amir Rrhamani vom SSC Napoli hat aus Protest gegen Verbandspräsident Agim Ademi seinen Rücktritt aus dem Nationalteam erklärt.
Zuletzt machten in kosovarischen Medien sogar Berichte die Runde, wonach weitere Spieler einen Boykott der Nationalmannschaft planen könnten. Diesen Spekulationen tritt Foda nun entschieden entgegen.
"Im Kosovo ist alles sehr emotional. Fakt ist, dass Amir Rrhamani zurückgetreten ist. Das hat er mir auch persönlich mitgeteilt", erklärt der ehemalige ÖFB-Teamchef bei CANAL+.
Von einem größeren Aufstand innerhalb seiner Mannschaft will der 60-Jährige allerdings nichts wissen. "Aber alle Spieler, die fit sind und die ich einladen werde, sind am Montag vor Ort und werden sich in Verbindung mit mir auf die Spiele vorbereiten."
Foda stellt deshalb klar: "Da wird viel dramatisiert. Dass noch mehr das Nationalteam boykottieren wollen, ist nicht richtig." Damit soll zumindest vorerst Ruhe einkehren, ehe für Foda die sportlich besonderen Duelle mit Österreich auf dem Programm stehen.