5:2 im ÖFB-Cup gegen Austria Klagenfurt, 3:0 in Wolfsberg und nun 3:0 gegen die WSG Tirol – Rapid hat am Freitagabend den dritten Pflichtspielsieg in Folge geschafft und verabschiedet sich mit einem vollen Erfolg in die ungewöhnlich lange Länderspielpause.
Ercan Kara per Kopf (33.), Bendeguz Bolla mit einem wuchtigen Abschluss (67.) und Nikolaus Wurmbrand (86.) erzielten die Treffer für die spielstarken Hütteldorfer. Während die Tiroler zwar gut mitspielten, die wenigen Chancen aber nicht nützten.
Der sechste Ligasieg bringt Grün-Weiß zumindest vorerst an die Tabellenspitze, die Hütteldorfer liegen nun drei Punkte vor Meister LASK, der am Sonntag in Hartberg gastiert, zumindest mit zwei Toren Unterschied gewinnen muss, um die Tabellenspitze zurückzuholen. Die Tiroler bleiben vorerst Tabellen-Fünfter.
Rapid-Coach Johannes Hoff Thorup setzte auf seine bewährte Stammelf. Mit Kara als Solospitze, dem zuletzt so formstarken Yusuf Demir dahinter, sowie mit Kapitän Matthias Seidl und Rückkehrer Nicolas Bajlicz in der Mittelfeld-Zentrale. Auch Neuzugang Tonni Adamsen startete wieder. Keeper Niklas Hedl absolvierte sein 200. Spiel für Grün-Weiß. Der zuletzt für Österreichs U21-Team nominierte Jakob Schöller fehlte im Kader, die Einberufung hatte beim Rapid-Coach großen Unmut ausgelöst. WSG-Tirol-Coach Philipp Semlic nahm nur eine Änderung vor, brachte den Ex-Austrianer Moritz Wels von Beginn an.
In einer flotten Anfangsphase hatten zunächst die Gäste die Chance auf den Führungstreffer, doch der Abschluss von Ex-Veilchen Wels per Volley flog direkt auf Hedl zu (5.). Grün-Weiß hatte Spielkontrolle, der Demir-Distanzschuss kam aber zu zentral (18.). Karas vermeintlicher Führungstreffer zählte in der 25. Minute nach einer Abseitsstellung nicht.
Acht Minuten später zappelte der Ball wieder im Netz, hatte Kara per Flugkopfball eine Flanke von Jannes Horn in die Maschen gedrückt. Und diesmal zählte der Treffer auch – 1:0 (33.).
Mit der Führung im Rücken kontrollierte Grün-Weiß das Geschehen. Der starke Demir hatte kurz nach Wiederbeginn den zweiten Treffer auf dem Fuß, zog aus spitzem Winkel ab. Doch Salko Hamzic im WSG-Tor und das Lattenkreuz retteten (48.). Bolla kam in der 60. Minute zum Abschluss, wieder war Hamzic zur Stelle. Beim darauffolgenden Dahl-Abschluss, den David Gugganig aus kurzer Distanz an den Arm bekam, gab es zu Recht keinen Strafstoß. Das teilte Referee Harald Lechner auch, wie vorgesehen, über die Stadionlautsprecher den Fans mit.
Wenig später folgte dann aber der entscheidende zweite Treffer durch Bolla nach einer starken Kombination der Grün-Weißen – 2:0 (67.).
Der zweite Treffer beflügelte Grün-Weiß dann noch einmal. So musste Hamzic gegen den kurz zuvor eingewechselten Wurmbrand retten (75.). Der ebenso eingetauschte Moulaye Haidara köpfte in der 84. Minute ins Außennetz. Zwei Minuten später schloss Wurmbrand dann einen Konter zum 3:0 ab (86.). Kurz davor hatte Lukas Hinterseer noch die Chance zum Anschlusstreffer der Tiroler vergeben (85.).