Die Bundesliga hat einen weiteren Schritt in Richtung Transparenz des VAR gemacht. Künftig werden in den Stadien die Entscheidungen nach einer VAR-Überprüfung vom Schiedsrichter via Durchsage im Stadion kommuniziert, in ausgewählten Stadien ist dies ab sofort möglich. Und gleich beim ersten Spiel in Wien-Hütteldorf ist es zu dieser Durchsage gekommen.
Und die war dann auch gleich so richtig kontroversiell. Denn Schiedsrichter Harald Lechner hatte sich eine mögliche Elfmeterszene im Strafraum der Tiroler anschauen müssen. Petter Nosa Dahl hatte abgezogen, aus kurzer Distanz die leicht abgespreizte Hand von WSG-Verteidiger David Gugganig getroffen (61.).
Das Handspiel war klar, doch Lechner sah auch nach dem Studium der TV-Bilder kein strafbares Handspiel des Tirolers, keine elfmeterreife Szene. Das teilte Lechner danach auch – wie vorgesehen – via Stadionlautsprecher mit. "Nach Überprüfung der Bilder liegt kein strafbares Handspiel vor", sagte der Unparteiische – eine durchaus vertretbare Argumentation, aber auch knifflig zu entscheiden.
Das gefiel dem Rapid-Anhang gar nicht. Es folgte ein gellendes Pfeifkonzert, wenig später dann auch üble Gesänge in Richtung des Schiedsrichters.
Zum Zeitpunkt der umstrittenen Szene lag Rapid nach dem 1:0 durch einen Kopfball von Ercan Kara bereits mit 1:0 in Führung.