Kurz vor einem heiklen Treffen zwischen Kremlchef Wladimir Putin und Chinas Präsident Xi Jinping sorgt ein Zwischenfall im Schwarzen Meer für internationale Aufmerksamkeit.
In der Nacht auf Montag wurde laut Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein chinesisches Frachtschiff bei einem russischen Drohnenangriff nahe dem Hafen von Odessa getroffen.
Das unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Schiff "KSL Deyang" soll nach ukrainischen Informationen mit chinesischer Besatzung unterwegs gewesen sein. Bei dem Angriff brach an Bord ein Feuer aus, das jedoch gelöscht werden konnte. Verletzt wurde nach ersten Berichten niemand. Das Frachtschiff konnte seine Fahrt anschließend fortsetzen.
Auch ein zweites Handelsschiff unter der Flagge von Guinea-Bissau soll im Zuge der russischen Angriffe beschädigt worden sein.
Der Vorfall ereignet sich zu einem politisch besonders sensiblen Zeitpunkt: Noch in dieser Woche wird Putin in Peking erwartet, wo Gespräche mit Staatschef Xi geplant sind. Der Angriff auf ein Schiff mit chinesischer Crew könnte die ohnehin komplexen geopolitischen Spannungen zusätzlich verschärfen.
Die Region rund um Odessa bleibt damit weiterhin ein gefährlicher Brennpunkt im andauernden Ukraine-Krieg, insbesondere für die internationale Schifffahrt im Schwarzen Meer.