Für Volkswagen kommt es knüppeldick: Der deutsche Autoriese hat zwischen Juli und September einen Verlust von 5,82 Milliarden Euro eingefahren. Die schlechten Zahlen verschärfen die ohnehin angespannte Lage beim Konzern, der bereits mitten in einem massiven Sparprogramm steckt.
Bis Ende 2028 will VW seine Kosten um 20 Prozent reduzieren. Einsparungen in zweistelliger Milliardenhöhe sind laut Unternehmen bereits gelungen. Die Folgen bekommen vor allem die Beschäftigten zu spüren.
Bei der Kernmarke VW sollen in Deutschland bis 2030 mehr als 35.000 Stellen sozialverträglich wegfallen. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat Anfang September einen weiteren Abbau von rund 50.000 Jobs weltweit beschlossen. Auch das Management bleibt davon nicht verschont, wie die deutsche "Bild" berichtet.
Ungewiss ist zudem die Zukunft mehrerer Standorte. Für die Werke in Emden, Zwickau und Hannover sowie das Audi-Werk Neckarsulm fehlt für die Zeit ab 2031 beziehungsweise die Folgejahre bislang eine gesicherte wettbewerbsfähige Anschlussbelegung.
Neben hohen Überkapazitäten in Europa machen dem Konzern das schwache China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die starke internationale Konkurrenz zu schaffen. Der Milliardenverlust erhöht nun den Druck auf Konzernchef Oliver Blume, den Umbau weiter voranzutreiben.