Historisches Dürrejahr

Rekorddürre: Eine Milliarde Euro Schaden in Österreich

Die extreme Dürre hat Österreichs Landwirtschaft 2026 schwer getroffen. Der Gesamtschaden beträgt laut Hagelversicherung eine Milliarde Euro.
28.10.2026, 17:45
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Österreichs Bauern blicken auf ein verheerendes Dürrejahr zurück. Der niederschlagsärmste Frühling und der heißeste Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen haben massive Schäden in der heimischen Landwirtschaft hinterlassen.

Wie die Österreichische Hagelversicherung am Mittwoch (28. Oktober) bekannt gab, beläuft sich der Gesamtschaden durch die Rekorddürre auf eine Milliarde Euro.

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Tatsächlich erreichten die Wetterextreme heuer ein historisches Ausmaß. Im Frühjahr fiel rund 50 Prozent weniger Niederschlag, im Sommer etwa ein Drittel weniger. Erstmals wurde in Österreich zudem die 41-Grad-Celsius-Marke überschritten. Für die heimischen Bauern hatte die anhaltende Trockenheit dramatische Folgen.

Bereits 375 Millionen Euro ausbezahlt

Die Österreichische Hagelversicherung hat bereits Dürreentschädigungen in Höhe von 375 Millionen Euro an versicherte Landwirtschaftsbetriebe ausbezahlt. Insgesamt rechnet der Versicherer mit Aufwendungen von rund 400 Millionen Euro für die Dürreschäden.

Die noch offenen Entschädigungen sollen bis Ende November folgen, sobald die endgültigen Ertragsabrechnungen für den versicherten Saatmais und die Ölkürbisse der Erzeugergemeinschaften vorliegen.

"Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen nach diesem dramatischen Dürrejahr finanzielle Sicherheit", so Kurt Weinberger, Generaldirektor der Hagelversicherung. Die rasche Auszahlung sichere Liquidität, schaffe Planungssicherheit und helfe, bäuerliche Existenzen zu erhalten.

Schwere Dürreschäden werden zur Normalität

Besonders alarmierend ist laut Weinberger die zunehmende Häufigkeit der Wetterextreme. "Große Dürreschäden, die früher etwa alle zehn Jahre auftraten, treffen die Landwirtschaft mittlerweile alle zwei bis drei Jahre."

Angesichts dieser Entwicklung fordert der Versicherungschef konsequenten Klima- und Bodenschutz. "Eine Milliarde Euro Dürreschaden bedeutet auch eine Milliarde Gründe, jetzt zu handeln", so Weinberger.

Staat erhöht Zuschuss auf 65 Prozent

Um die Landwirtschaft besser gegen künftige Wetterextreme abzusichern, hat die Regierung im Rahmen ihres Dürrepakets eine höhere Unterstützung beschlossen. Der öffentliche Prämienzuschuss für das Dürrerisiko wird für 2027 von bisher 55 auf 65 Prozent erhöht.

tmw, 28.10.2026, 17:45