"Es ist wieder angerichtet"

Wadsak hat jetzt düstere Wetter-Prognose für Österreich

Das Mittelmeer ist extrem warm, Österreichs Böden sind trocken. Meteorologe Marcus Wadsak sieht damit die Zutaten für heftige Regenfälle im Herbst.
Newsdesk Heute
24.08.2026, 17:31
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Extrem warmes Meerwasser, große Hitze und ausgetrocknete Böden: Die Wetterlage erinnert Meteorologe Marcus Wadsak an jene Bedingungen, die im September 2024 verheerende Überschwemmungen mit sich brachten. Ob Österreich heuer erneut getroffen wird, lässt sich zwar nicht vorhersagen – die Voraussetzungen für massive Regenfälle seien aber vorhanden.

Vor zwei Jahren war ebenfalls ein heißer Sommer vorausgegangen, während das Mittelmeer ungewöhnlich hohe Temperaturen aufwies. Im September 2024 entwickelte sich schließlich ein kräftiges Italientief. Über dem Osten Österreichs sowie Teilen Tschechiens, Polens und Deutschlands regnete es tagelang.

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Flüsse traten über die Ufer, in Wien mussten Häuser entlang des Wienflusses geräumt werden. Fünf Menschen kamen ums Leben.

"Zutaten sind wieder angerichtet"

Wadsak hatte damals bereits wenige Tage vor dem Unwetter auf die gefährliche Konstellation hingewiesen. Nun sieht er erneut ähnliche Voraussetzungen.

"Wir haben genau die gleiche Ausgangslage wie damals, die Zutaten sind wieder angerichtet", sagt Wadsak gegenüber der "Kleinen Zeitung". Die Situation sei heuer sogar noch extremer: "Nur dass die Bedingungen diesmal noch drastischer sind, mit noch größerer Sommerhitze bei uns und noch wärmerem Wasser im Mittelmeer."

Bis zu 33 Grad im Mittelmeer

Tatsächlich wurden im Mittelmeer zuletzt außergewöhnlich hohe Wassertemperaturen gemessen. Im Ligurischen Meer vor Italien erreichte das Wasser im August laut den Angaben einen historischen Rekordwert von 31 Grad. Das sind rund vier Grad mehr als im üblichen Durchschnitt, heißt es in dem Bericht der Tageszeitung.

Auch rund um Sizilien und Sardinien wurden mehr als 30 Grad gemessen. Eine Messboje vor Mallorca registrierte sogar 33 Grad.

Das warme Wasser kann große Mengen Feuchtigkeit an die Atmosphäre abgeben. Trifft die heiße und feuchte Luft im Spätsommer oder Herbst auf kalte Höhenluft aus dem Norden, kann sich ein Italientief entwickeln. In weiterer Folge sind schwere Unwetter und Starkregen möglich.

Wadsak hält massive Regenfälle für wahrscheinlich

Dass es im Herbst zu kräftigen Niederschlägen kommt, hält der Meteorologe angesichts der aktuellen Voraussetzungen für wahrscheinlich. Wo genau diese niedergehen werden, ist allerdings offen.

"Es ist angesichts der Begleitumstände fast davon auszugehen, dass es im Herbst zu massiven Regenfällen kommen wird. Was wir nicht wissen, ist, ob es uns in Österreich wieder treffen wird oder ob es in anderen Regionen niedergeht. Das hängt dann von den Luftströmungen ab", stellt der Meteorologe in der "Kleinen Zeitung" klar.

Trockene Böden als zusätzliches Risiko

Sollten große Regenmengen tatsächlich Österreich treffen, könnte die lange Trockenheit die Situation zusätzlich verschärfen. Ausgetrocknete und verdichtete Böden können große Wassermengen schlechter aufnehmen.

"Durch die lange Trockenheit ist die Erde bei uns sehr verdichtet, sodass das Wasser kaum versickern kann", erklärt Wadsak gegenüber der Tageszeitung.

Ob Österreich tatsächlich erneut von einem folgenschweren Italientief getroffen wird, ist derzeit offen. Die Zutaten für heftige Regenfälle sind laut Wadsak jedenfalls wieder vorhanden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 25.08.2026, 01:33, 24.08.2026, 17:31