Die Nachrichten schlafen nie – Nachrichtensprecher offenbar schon. Das bewies ausgerechnet Dominique Dillon beim US-Sender FOX13 Memphis.
Die 32-Jährige saß am 29. Juli wie gewohnt für "Good Morning Memphis" vor der Kamera. Während Reporterin Sheila O'Connor von einem Außeneinsatz berichtete, wartete Dillon im Studio darauf, dass die Sendung wieder zu ihr zurückkehrte.
Genau diese kurze Pause wurde ihr zum Verhängnis.
Als die Kamera wieder ins Studio schaltete, war Dillon mit geschlossenen Augen zu sehen. Ihren Kopf hatte sie in die Hände gelegt – die Moderatorin war tatsächlich eingeschlafen. Einige Sekunden lang passierte: nichts.
O'Connor wartete auf eine Reaktion ihrer Kollegin, während Dillon ihr Mini-Nickerchen fortsetzte. Schließlich wechselte die Regie weg von der ungewöhnlichen Szene. Ein Zuschauer filmte den Moment vom Fernseher ab, wenig später verbreiteten sich die Aufnahmen im Netz.
Dillon nahm ihr TV-Hoppala danach selbst mit Humor. Kollege Ernie Freeman veröffentlichte etwa ein gemeinsames Foto, auf dem sie erneut eine Schlafpose einnahm. Die Moderatorin konterte scherzhaft, er hätte ihr wenigstens einen kleinen Schubs geben können.
Wenig später erklärte Dillon auch, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Die zweifache Mutter hatte in der Nacht zuvor gerade einmal rund zwei Stunden geschlafen.
Ihr Ehemann arbeitete eine Doppelschicht, während Dillon ihre zweijährige Tochter und ihr acht Monate altes Baby betreute. Die Kleine zahnte und wollte partout nicht einschlafen. Erst gegen 22.30 oder 23 Uhr kehrte Ruhe ein – wenig später musste die Moderatorin bereits wieder für ihren Frühdienst aufstehen. Ihr Arbeitstag beginnt gegen 3.30 Uhr.
Dillon bemerkte zunächst nicht einmal selbst, dass sie eingeschlafen war. Erst als Meteorologin Brittani Dubose ihren Namen rief, schreckte sie hoch. Auch die Regie hatte offenbar nichts bemerkt: Dort glaubte man, die Moderatorin würde lediglich auf ihr Tablet schauen.
Als Dillon realisierte, was gerade live im Fernsehen passiert war, war ihr die Sache alles andere als egal. Sie sei "mortified", also völlig beschämt gewesen, erzählte sie später. Unter dem Tisch habe sie sich sogar gezwickt, weil sich die Situation für sie wie einer dieser Albträume angefühlt habe, in denen bei der Arbeit alles schiefgeht.
Die befürchtete Watsche blieb allerdings aus. Statt Häme bekam die Moderatorin im Netz überraschend viel Unterstützung. Zahlreiche Eltern und andere TV-Journalisten meldeten sich zu Wort und zeigten Verständnis für die völlig übermüdete Mutter. Auch ihr neuer Chef reagierte nicht mit Ärger, sondern wollte vor allem wissen, ob mit Dillon alles in Ordnung sei.