Nach einem Waffenfund in einem Auto nördlich von Paris hat die französische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft Ermittlungen gestartet.
Die Polizei entdeckte am Samstagabend in Sarcelles, einem Vorort von Paris mit einer großen jüdischen Gemeinde, ein Sturmgewehr und Magazine in einem abgestellten Auto. Nach Hinweisen auf ein verdächtiges Fahrzeug wurden laut Innenministerium 300 Menschen in Sicherheit gebracht.
Die Ermittlungen laufen wegen Verdachts auf Bildung einer terroristischen Vereinigung zur Vorbereitung von Straftaten gegen Personen sowie wegen Transport, Besitz und Erwerb von Waffen im Zusammenhang mit einer terroristischen Unternehmung, so die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Innenminister Laurent Nuñez sagte im Fernsehen, der Inlandsgeheimdienst habe auf das Fahrzeug aufmerksam gemacht. Es sei "nicht in unmittelbarer Nähe, aber in der Nähe einer Synagoge" entdeckt worden.
Das Motiv sei noch unklar, ein Verdächtiger sei bislang nicht identifiziert worden. Am Samstagabend wurde das verdächtige Auto abgesperrt. Das belebte Viertel rundherum, wo auch ein Kino und mehrere Restaurants sind, wurde evakuiert.
Bombenentschärfer fanden keinen Sprengstoff, aber laut Polizeiangaben waren im Auto ein Sturmgewehr und eine Pistole, beide geladen. Der französische Innenminister betonte, dass seit Jahresbeginn bereits drei Anschläge verhindert werden konnten.