Die Gemeinderatswahl in St. Pölten ist vorbei – zumindest das Wählen ist nicht mehr möglich. Um 16 Uhr schlossen die Wahllokale, jetzt wird ausgezählt. Ein vorläufiges Ergebnis soll gegen 18.45 Uhr vorliegen.
Erster aller Spitzenkandidaten an der Wahlurne am Sonntag war übrigens KPÖ-Frontmann Max Zirngast. Er war um 7.00 Uhr im Rathaus, betonte danach: "Im Gemeinderat braucht es eine starke Stimme, die Druck macht für eine soziale Politik. Wir versprechen, dass wir das sein werden. Aber wir brauchen jede Stimme, damit wir in den Gemeinderat einziehen", so Zirngast.
Traditionell mit Hut erschien St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler. Er teilte mit: "Heute geht es um viel. Auch wenn der Nebel heute früh über unserer Stadt liegt – klar ist, worum es geht: um St. Pölten, um unsere Zukunft und um die Frage, wie wir morgen zusammenleben wollen." Und: "Ich habe soeben meine Stimme abgegeben und bin überzeugt: Demokratie lebt davon, dass wir mitmachen und Verantwortung übernehmen. Ich freue mich über jede Stimme, die mein Team und mich auf unserem Weg unterstützt – für Stabilität, für Fortschritt und für eine Stadt, die auch in herausfordernden Zeiten verlässlich bleibt. Eine Stadt, in der man alles gut unter einen Hut bringt."
Betont zuversichtlich zeigte sich Martin Antauer – der FPÖ-Spitzenkandidat war um 10 Uhr mit Partnerin in Sprengel 34 wählen: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren werden und sich viele St. Pöltner für eine freiheitliche Politik entscheiden, bei der die St. Pöltner Bürger, Sicherheit und soziale Gerechtigkeit und nicht teure Prestigeprojekte im Mittelpunkt stehen."
Ein gutes Ergebnis rechnete sich auch ÖVP-Spitzenkandidat Florian Krumböck aus. Sein Team habe "alles dafür getan, alles gegeben", so der Landtagsabgeordnete, der zudem eine "großartige interne Stimmung" ortete.
Als letzter der Spitzenkandidaten gab Walter Heimerl-Lesnik von den Grünen zu Mittag seine Stimme ab: "Wir hoffen, dass wir zulegen können. Ich bin auch optimistisch."
Für die NEOS gab auch nochmal Landesparteivorsitzende Indra Collini ein Statement ab: "Bernd Pinzer ist der Garant dafür, dass auf die rote Stadtregierung endlich Druck für Reformen ausgeübt und der Schuldenberg abgebaut wird. Eine Stimme für NEOS ist eine Stimme für mehr Transparenz und ein schlankes politisches System."
"Ich gehe zuversichtlich in den Wahltag. Wir NEOS haben einen engagierten, ehrlichen Wahlkampf geführt und dabei bewusst auch unbequeme Wahrheiten angesprochen – allen voran den wachsenden Schuldenberg unserer Stadt. Der große Zuspruch auf der Straße hat uns gezeigt: Viele Menschen wollen Veränderung. Die muss man aber auch am Stimmzettel ankreuzen. Es liegt an den Wählerinnen und Wählern, welchen Weg St. Pölten in den kommenden fünf Jahren einschlägt. Jede einzelne Stimme für NEOS zählt und wird darüber entscheiden, ob wir der Stadtregierung konsequent auf die Finger schauen können", sagte Spitzenkandidat Bernd Pinzer.