Zehn Hoffnungsschimmer

Wale, Windkraft, Weinberge – Positive Umwelt-News 2026

Trotz Klimakrise, Donald Trump und zahlreicher Rückschritte gibt es 2026 auch gute Klima-Nachrichten. "Heute" zeigt dir, wo Umwelt und Natur aufatmen.
Bernd Watzka
05.02.2026, 12:06
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Die Öko-Angst ist real und berechtigt. Mächtige Staaten treten beim Klimaschutz auf die Bremse, gleichzeitig klettern die Temperaturen bedrohlich nahe den kritischen Schwellen. Wer täglich von Hitzewellen, Überschwemmungen und Todesopfern liest, kann der Klimakrise kaum entkommen.

Gute News gegen Klima-Angst

Auch für Umweltjournalisten gehören Klima-Angst, Wut und Trauer längst zum Alltag. Diese Gefühle entstehen, wenn die Folgen der Erderwärmung unmittelbar spürbar werden. Experten raten aber: Nicht erstarren, sondern handeln.

Wir von "Heute" wissen, wie groß die Verantwortung der Medien ist. Wir berichten klar und ehrlich über die Lage, ohne sie zu verharmlosen. Gleichzeitig gilt: Hoffnung verschweigen hilft niemandem. Deshalb blicken wir bewusst auch auf positive Entwicklungen.

Zehn wichtige Umwelt-News aus 2026

  • Finnlands heißer Sand gegen CO2: Ausgerechnet Sand könnte zum Klimaretter werden. Finnland setzt auf riesige Sandspeicher, um industrielle Abwärme zu speichern und später wieder zu nutzen. Damit wird ein lange vernachlässigter Emissionsbereich sauberer.
  • Heißluftfritteuse als heimlicher Umweltfreund: Heißluftfritteusen benötigen oft weniger Strom als Backöfen. Neue Studien zeigen nun: Sie könnten auch die Raumluft weniger belasten. Gut fürs Klima und fürs Wohnzimmer.
  • 9,5 Milliarden Euro für Wind aus der Nordsee: Zehn europäische Länder investieren gemeinsam Milliarden in Offshore-Windkraft. Ziel sind 100 Gigawatt Leistung bis 2050 – genug Strom für rund 143 Millionen Haushalte. Die Staaten wollen raus aus der fossilen Achterbahn.
  • Neues Fungizid rettet Frankreichs Wein: Nach dem Verbot kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel drohten massive Ernteprobleme. Jetzt gibt es Hoffnung: Ein nachhaltiges Fungizid soll Weinberge vor klimabedingten Krankheiten schützen.
  • Wind und Sonne schlagen fossile Energie: Ein Meilenstein: 2025 erzeugten Wind- und Solaranlagen in der EU erstmals mehr Strom als fossile Kraftwerke. Der Umbau des Energiesystems nimmt Fahrt auf.
  • Historischer Hochseevertrag gilt: Fast die Hälfte der Erdoberfläche liegt auf hoher See. Erstmals gibt es einen verbindlichen Vertrag zum Schutz dieser Gebiete und ihrer Artenvielfalt – ein Durchbruch für die Ozeane.
  • Pilze als CO2-Schlucker: Lange unterschätzt, jetzt im Fokus –Pilznetzwerke im Boden können enorme Mengen Kohlenstoff binden. Der Evolutionsbiologe Toby Kiers wurde dafür mit dem renommierten Tyler-Preis 2026 ausgezeichnet.
  • Korallenriffe gegen Hunger: Gesunde Korallenriffe liefern nicht nur Artenvielfalt, sondern auch Nahrung. Forscher zeigen: Mit nachhaltiger Bewirtschaftung könnten Fischbestände mancherorts schon in sechs Jahren wieder stark wachsen.
  • Seltene Wale bekommen mehr Nachwuchs: Der Nordatlantische Glattwal zählt zu den seltensten Walen. 2026 gibt es mehr Geburten als in vielen Jahren zuvor. Die Population erholt sich langsam, bleibt aber stark gefährdet.
  • Frankreich verbannt Ewigkeits-Chemikalien: Seit 1. Jänner sind bestimmte PFAS-Chemikalien verboten. Ein starkes Signal für den Gesundheits- und Umweltschutz, getragen vom Druck zehntausender Bürger.

Klimakrise noch lange nicht vorbei

Fakt ist: Die globale, vom Menschen verursachte Klimakrise ist noch lange nicht vorbei - aber einige Erkenntnisse und Fortschritte im heurigen Jahr zeigen: Aufgeben ist keine Option. Und manchmal reicht schon ein guter Blick auf das, was gelingt.

{title && {title} } bw, {title && {title} } Akt. 05.02.2026, 13:06, 05.02.2026, 12:06
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