COSMÓ, frisch gekürter Sieger des österreichischen Vorentscheids, wird im Mai beim "Eurovision Song Contest" für Österreich singen.
Bei "Guten Morgen Österreich" erklärte er am Donnerstag bei Eva Pölzl auch das Detail, das viele besonders beschäftigt: seinen blauen Stern im Gesicht.
"Du, der Stern – den musst du mir jetzt erklären!", wollte die Moderatorin im Frühstücksfernsehen von Österreichs ESC-Hoffnung wissen. Dahinter steckt eine klare Entscheidung, ließ der Sänger wissen.
"COSMÓ ist ja eine neue Künstlerfigur und ich dachte, das braucht noch so ein Ding … daran erkennt man COSMÓ. Da dachte ich, beim ESC sind einem keine Grenzen gesetzt, da kann man sich auch mal etwas ins Gesicht malen", erklärte er seine Idee hinter dem Styling.
Der Stern ist Teil seiner Bühnenrolle. "Vor der Show war ich eher schüchtern und habe nur in meinem Zimmer getanzt", gab er weiter zu. "Der COSMÓ ist da Gott sei Dank ganz anders. Der ist viel extrovertierter und kann da die Sau rauslassen."
Ein Blick in die Popgeschichte zeigt: Auffallen gehört zum Geschäft und ist für viele Teil des Erfolgsrezepts. Der blaue Stern von COSMÓ erinnert manche an Paul Stanley von Kiss. Er und seine Bandkollegen wurden nicht nur mit Hits, sondern auch mit ihrem markanten Make-up zu Rock-Ikonen.
Modisch wird COSMÓ besonders seit seinem Glitzer-Top beim Vorentscheid von einigen mit Pop-Megastar Harry Styles verglichen. Der "Watermelon Sugar"-Interpret sprengt mit extravaganten Outfits ebenfalls regelmäßig die klassischen Vorstellungen von Männermode und pfeift auf starre Regeln.
Inspirieren ließ sich das ehemalige Boyband-Mitglied übrigens von Musikgrößen der 60er-, 70er- und 80er-Jahre wie David Bowie, Elton John oder den Rolling Stones – so neu ist das alles also nicht.
Etliche große Popstars polarisieren nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihrem Stil – sie schaffen Wiedererkennungswert und bleiben genau deshalb nicht nur mit Ohrwürmern im Gedächtnis. Ob unser COSMÓ damit vielleicht eine Erfolgsformel für den großen Wettbewerb und die internationale Popbühne entdeckt hat? Sicher ist: Übersehen wird er keinesfalls und nicht nur sein Lied wird zur Zeit heftig diskutiert, wie kaum ein anderer "ESC"-Starter aus Österreich bisher.
Unter seinem bürgerlichen Namen stand Benjamin Gedeon 2022 noch etwas zurückhaltender bei "The Voice Kids" auf der Bühne. Zwar sang er sich mit Fokus auf seine Stimme und Songs von Frank Sinatra ins Finale der Show, doch danach musste er sich erstmal als Künster finden, erinnerte er sich jetzt im ORF.
Sein Lied sei für ihn außerdem weit mehr als nur ein Wettbewerbsbeitrag, machte er bereits vor einigen Wochen klar: "Mein Song 'Tanzschein' ermöglicht es mir, mich zum ersten Mal voll und ganz als Künstler zu entfalten."