Nachdem alle Kandidatinnen und Kandidaten ihre Songs präsentiert hatten, war der Abend beim serbischen Vorentscheid "Pesma za Evroviziju" eigentlich schon auf der Zielgeraden. Doch dann folgte eine überraschende Wendung: Mehrere Acts traten erneut auf – diesmal jedoch mit Coverversionen österreichischer Eurovision-Songs.
Zu hören waren dabei gleich mehrere ESC-Klassiker und -Erfolge aus rot-weiß-roter Sicht: "Nobody But You" von Cesár Sampson, "Merci, Chérie" von Udo Jürgens, "Who the Hell Is Edgar?" von Teya & Salena sowie "We Will Rave" von Kaleen.
Vor allem die Interpretation von "We Will Rave" blieb in Erinnerung. Die Sängerin erschien mit einem riesigen silbernen Hut, extremen Extensions und einem Energielevel, das eher an einen eigenen ESC-Auftritt erinnerte als an eine bloße Hommage. Tanz, Gestik und Bühnenpräsenz wirkten so engagiert, dass man kurz vergessen konnte, dass hier gar kein Wettbewerb mehr stattfand.
Skurril war die Aktion allemal. Gleichzeitig zeigte sie aber auch, welchen Stellenwert österreichische ESC-Beiträge mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus haben. Eine ungewöhnliche, fast schon surreale Einlage, die dem Vorentscheid einen unerwarteten internationalen Touch verlieh.