Fast fünf Jahre lang waren Alfons und Frieda wie vom Erdboden verschluckt. 2021 verschwand ihre Mutter mit den beiden Kindern spurlos – jetzt sind sie wieder da. Die Frau meldete sich bei der Polizei in Seelow, rund 70 Kilometer östlich von Berlin, und gab Entwarnung: Die Kinder sind wohlauf.
Die Geschichte sorgt für Aufsehen in Deutschland. Wie "20 Minuten" berichtet, hatte die Polizei den Fall erst kürzlich wieder öffentlich gemacht. Die Mutter, K. S., tauchte nun überraschend mit Alfons und Frieda auf dem Revier auf.
Laut Polizei Brandenburg hatte K. S. im August 2021 ihre Kinder eigenmächtig aus dem familiären Umfeld geholt – ohne rechtliche Grundlage. Ein Abschiedsbrief ließ damals vermuten, dass die Corona-Maßnahmen der Auslöser für ihr Handeln waren. Die Quarantäne-Regeln empfand sie offenbar als massive Einschränkung der Freiheit.
Nach dem Verschwinden waren Alfons und Frieda erst sieben und acht Jahre alt. Hinweise aus dem Jahr 2023 führten die Ermittler nach Chemnitz, etwa 300 Kilometer südlich von Seelow. Es gab auch Spuren, dass die Familie im Frühling 2023 auf einem Bauernhof in Buggenhagen, rund 200 Kilometer nördlich, Unterschlupf gefunden hatte. Zuletzt wurde angenommen, dass sie im Raum Frankfurt (Oder) untergetaucht waren.
Die Kinder dürften all die Jahre keine Schule besucht haben. Ärztliche Untersuchungen sind laut Polizei seit 2021 nicht dokumentiert. Offenbar gab es seit 2023 auch keinen Krankenversicherungsschutz mehr.
Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, meldete sich die Mutter bereits am vergangenen Freitag bei der Polizei. Ein Sprecher bestätigte, dass es den Kindern gut geht. Die Behörden konnten die Identität der mittlerweile fünf Jahre älteren Geschwister zweifelsfrei feststellen.