"Heute"-Leser Richard* (Name von der Redaktion geändert) traute seinen Augen nicht, als ihm nach seinem Umzug aus Niederösterreich in die Hauptstadt GIS-Briefe regelrecht um die Ohren flogen. Er soll nämlich die Rundfunkgebühren jeweils doppelt verrichten. Grund dafür ist ein Tippfehler bei der Adresse.
Im Oktober 2022 meldete Richard die GIS an seinem alten Wohnort ab –dann erfolgte der Umzug in die Wiener Donaustadt. Seither trudelte mehrmals Post von der GIS ein. Das Kuriose: Bei den Briefe entdeckte der "Heute"-Leser, dass ihm auch eine Rechnung für eine Adresse mit anderer Hausnummer in der selben Straße zugesendet wurde. "Diese Adresse existiert aber nicht!", so Richard im "Heute"-Talk.
Wochenlang stand Richard mit seiner Beschwerde im Regen – die automatisierten Antworten des Online-Chat-Dienstes brachten den GIS-Empfänger zur Weißglut: "Und auch telefonisch konnten die mir nur wegen dem Adressfehler helfen. Für die doppelten Zahlscheine war die Anrufende gar nicht mehr zuständig!"
Auf Anfrage von "Heute" konnte die GIS das Missverständnis aufklären: "Nach dem Rundfunkgebührengesetz hat die GIS alle Rundfunkteilnehmer zu erfassen. Daher werden Standorte, an denen keine Meldung vorliegt, angeschrieben oder auch von unseren Mitarbeitern vor Ort besucht."
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An Richards Adresse habe es aber keine Meldung gegeben: "Die Meldebestätigung für den Teilnehmer wurde auf eine andere Adresse ausgestellt, allerdings aber von der GIS umgehend auf geändert." Damit darf Richard die Briefe mit der falschen Adresse getrost wegschmeißen und muss nur seine GIS-Gebühr zahlen.