Ein Familienmitglied mehr kostet Grazer Eltern nun den Kindergartenplatz. Weil die Mutter schwanger ist, soll das ältere Kind nun seinen Betreuungsplatz verlieren. Der Grund dafür ist, laut der "Kleinen Zeitung", dass die "doppelte Berufstätigkeit" der Eltern ab dem neuen Betreuungsjahr nicht mehr gegeben ist.
„"Wir haben so viele Berufstätige und einen so hohen Bedarf an Kinderbetreuung, dass es im Einzelfall nicht anders geht."“
Im Klartext bedeutet das: Sobald das Baby da ist, bleiben entweder Mutter oder Vater in Karenz zu Hause und können somit auch das ältere Kind mitbetreuen. In Graz gilt dieses Tarifmodell bis zum Eintritt ins Pflichtkindergartenjahr, da die Krippen- und Kindergartenplätze rar sind – der Ansturm ist jedoch groß.
Gegenüber der "Kleinen" erklärte das Büro vom Grazer Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP), dass es sich laut dem Tarifmodell um "keinen dringenden Betreuungsbedarf" in einem solchen Fall handelt. "Wir haben so viele Berufstätige und einen so hohen Bedarf an Kinderbetreuung, dass es im Einzelfall nicht anders geht", so Hohensinner.