Nach dem Auftreten von Hantavirus-Fällen auf einer Atlantik-Kreuzfahrt ist in Österreich nun eine zweite von insgesamt drei gemeldeten Niedrigrisiko-Kontaktpersonen ausfindig gemacht worden. Diese Person zeigt keine Symptome und wurde über die empfohlenen Maßnahmen informiert, berichtet die APA. Sie verhält sich laut Gesundheitsministerium kooperativ.
Das Risiko einer tatsächlichen Ansteckung durch das Virus wird weiterhin als äußerst gering eingeschätzt. Die betroffene Person hatte keinen engen oder längeren Kontakt mit der erkrankten Person, die kurzzeitig auf einem Flug von Johannesburg nach Amsterdam war.
Laut APA saß auch diese Kontaktperson – ähnlich wie die erste – nicht im unmittelbaren Umfeld der infizierten Person. Ein enger oder längerer Kontakt kann nach derzeitigem Wissensstand ausgeschlossen werden.
Die dritte Kontaktperson konnte bisher nicht gefunden werden. Sie ist, wie auch die zweite Person, nicht in Österreich gemeldet, was die Nachverfolgung erschwert. Auch, ob sich diese Person derzeit in Österreich aufhält, ist unklar. Die Gesundheitsbehörden versuchen weiterhin, sie zu erreichen.
Aktuell gibt es keinen bestätigten Hantavirus-Fall in Österreich. Alle bisher bekannten internationalen Fälle stehen in Zusammenhang mit dem betroffenen Kreuzfahrtschiff.
Um auf mögliche zukünftige Übertragungen von Mensch zu Mensch vorbereitet zu sein, wurde die Meldepflicht für Hantavirus-Fälle in Österreich ausgeweitet. Seit einer Woche müssen auch begründete Verdachtsfälle gemeldet werden.
Für Niedrigrisiko-Kontaktpersonen gilt: Sechs Wochen lang auf Symptome achten, bei Beschwerden sofort die Gesundheitsbehörde informieren, größere Veranstaltungen und medizinische Einrichtungen meiden und in stark besuchten Innenräumen eine FFP2-Maske tragen.