Kontrolle deckt Tierleid auf

Welpen-Horror auf A4 – 540 km ohne Tropfen Wasser

Acht erst wenige Wochen alte Hundewelpen wurden bei einer Kontrolle auf der A4 entdeckt. Für die Tiere endete eine extrem belastende Reise.
Newsdesk Heute
24.07.2026, 20:49
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Was als routinemäßige Schwerpunktkontrolle auf der Ostautobahn begann, entwickelte sich innerhalb weniger Minuten zu einem Einsatz, der selbst erfahrene Beamte bewegte. Im Laderaum eines Kleintransporters entdeckten Polizisten acht winzige Hundewelpen, die unter Bedingungen transportiert wurden, die für die jungen Tiere zur Qual geworden waren.

Die Kontrolle fand am Donnerstag, dem 23. Juli, auf dem Verkehrskontrollplatz Bruck an der Leitha an der A4 statt.

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Unter der Leitung der Fremden- und Grenzpolizeilichen Abteilung der Landespolizeidirektion Niederösterreich beteiligten sich an der Aktion auch Beamte der Fremden- und Grenzpolizeilichen Einheit PUMA, der Landesverkehrsabteilung Niederösterreich, des Zollamts sowie des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl. Ziel war eine fremdenpolizeiliche Schwerpunktkontrolle auf der viel befahrenen Ostautobahn.

Nachdem die Tiere entdeckt worden waren, versorgten Polizisten sie unmittelbar mit Wasser.
LPD NÖ/FGA

Entdeckung im Laderaum

Gegen 17.45 Uhr stoppten die Einsatzkräfte einen rumänischen Kastenwagen. Als sie den Laderaum kontrollierten, stießen sie auf acht Hundewelpen, die erst rund fünf Wochen alt waren. Die Tiere befanden sich gemeinsam in einer Transportbox, die nicht ausreichend gesichert war.

Nach den Ermittlungen hatten die Welpen bereits mehr als sieben Stunden im Fahrzeug verbracht. In dieser Zeit legte der Transport rund 540 Kilometer zurück. Laut Polizei standen den jungen Hunden während der gesamten Fahrt weder Wasser noch Futter zur Verfügung. Zudem fehlte eine ausreichende Klimatisierung des Laderaums.

Fahrer machte widersprüchliche Angaben

Der Lenker des Transporters soll sich zunächst in Widersprüche verwickelt haben. Erst im Zuge der weiteren Kontrolle stellte sich laut Polizei heraus, dass die Hundewelpen an einer Tankstelle in Ungarn nahe der rumänischen Grenze übernommen worden waren.

Auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha wurden die acht Welpen anschließend einem Tierschutzverein übergeben.
LPD NÖ/FGA

Auch bei den Unterlagen entdeckten die Beamten erhebliche Mängel. Weder Transportpapiere noch EU-Heimtierausweise oder die gesetzlich erforderliche Zulassung konnten vorgelegt werden. Stattdessen fanden die Einsatzkräfte lediglich unausgefüllte Impfzertifikate.

Polizei versorgte die Tiere sofort

Für die Welpen endete die belastende Reise noch am Kontrollplatz. Nachdem die Tiere entdeckt worden waren, versorgten Polizisten sie unmittelbar mit Wasser. Damit konnte das Leiden der jungen Hunde gestoppt werden, bevor sich ihr Zustand weiter verschlechterte.

Auf Anordnung der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha wurden die acht Welpen anschließend einem Tierschutzverein übergeben. Dort werden sie nun weiter betreut und versorgt.

Mehrere Anzeigen und Sicherheitsleistung

Die Folgen für den Fahrer und das beteiligte Transportunternehmen bleiben nicht aus. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Anzeigen nach dem Tiertransportgesetz erstattet. Zusätzlich hoben die Behörden eine Sicherheitsleistung in Höhe von 3.000 Euro ein.

Der Fall zeigt einmal mehr, dass bei Schwerpunktkontrollen nicht nur Verstöße gegen fremdenpolizeiliche Bestimmungen entdeckt werden.

Immer wieder stoßen Einsatzkräfte dabei auch auf Fälle, in denen Tiere unter unzulässigen Bedingungen transportiert werden. Für die acht Hundewelpen kam das Einschreiten der Polizei jedenfalls noch rechtzeitig.

Statt ihre Reise unter den belastenden Bedingungen fortsetzen zu müssen, konnten sie in die Obhut eines Tierschutzvereins gebracht werden und erhalten dort nun die notwendige Versorgung.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.07.2026, 20:49