Lucas Fratzscher und Marlene Fichtner sind nicht nur zwei Biathlon-Asse, sondern auch ein Liebespaar. Doch für die Olympischen Winterspiele 2026 in Norditalien werden die beiden Deutschen getrennt. Der Traum vom gemeinsamen Antreten bei den Wettkämpfen im Zeichen der fünf Ringe ist geplatzt.
Während der 31-jährige Fratzscher einen der begehrten Quotenplätze im deutschen Männer-Team ergattern konnte, muss seine 22-jährige Freundin zuschauen. Fichtner wurde nämlich nicht für Olympia nominiert. Deutschlands Olympischer Sportbund hatte die Kader am Dienstag bekannt gegeben.
Fratzscher bildet mit Philipp Nawrath, Philipp Horn, Justus Strelow und David Zobel das Männer-Aufgebot. Die Trainer hatten sich für den auf Platz 36 im Gesamtweltcup gelegenen 31-Jährigen und gegen Danilo Riethmüller, 39. im Weltcup, zuletzt aber Teil der Staffel in Ruhpolding, entschieden. Seine 22-jährige Partnerin hat den Sprung ins sechsköpfige Frauen-Aufgebot, angeführt von der Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß, aber nicht geschafft.
Die beiden Biathlon-Stars hatten in der laufenden Weltcup-Saison bereits für Schlagzeilen gesorgt, waren als sportliches Duo in der Single-Mixed-Staffel in Östersund sensationell auf dem vierten Platz gelandet. "Wir haben uns im ersten Moment schon geärgert, weil wir so nah dran waren. Aber mit dem vierten Platz können wir auf jeden Fall zufrieden sein", meinte Fratzscher damals.
Wenig später war das Biathlon-Liebespaar dann bereits getrennt worden. Während der 31-Jährige auf der höchsten Ebene weitermachte, ging Partnerin Fichtner zuletzt im IBU-Cup, also auf sportlich zweithöchster Ebene, an den Start. Nach der Nichtnominierung für Olympia erhält Fichtner nun im Weltcup in Nove Mesto ihre Chance.