In einem Herzschlagfinale behielt Lando Norris die Nerven und holte sich seinen ersten Weltmeister-Titel in der Formel 1. Beim Sieg von Max Verstappen reichte ihm ein dritter Platz – schlussendlich setzte er sich bloß zwei Punkte vor dem Niederländer in der WM-Wertung durch.
Schon am Funk übermannten den Briten seine Emotionen, er rang um Fassung und bedankte sich schluchzend bei allen Beteiligten. Später lag er sich mit seiner Mama in den Armen, Tränen flossen beiden über die Wangen. Und auch beim Sieger-Interview bei Sky flossen beim neuen F1-Champion einige Freudentränen.
„Ich habe schon lange nicht mehr geweint. Ich dachte auch, dass ich nicht weinen werde. Aber ich habe es getan. Ein großes Dankeschön an alle meine Leute bei McLaren, danke an meine Eltern", sagte der Brite und wischte sich dabei die Tränen aus dem Gesicht.
Alle Fans auf der Tribüne konnten sehen, wie nahe dem 28-Jährigen der Triumph geht. "Jetzt sehe ich wieder wie ein Loser aus, hier", kommentierte er selbst seine Tränen. Norris ging bereits in der Vergangenheit offen mit seinen Gefühlen um, und wurde deshalb von Experten als zu weich kritisiert.
Nach seinem Sieg wird es ihm aber wohl niemand mehr übel nehmen. Nachdem der Pilot seine Mama lange geherzt hatte, gab es auch eine Umarmung für seinen Papa und seine Freundin. Mit der Trophäe in der Hand, gab er dann vor den Fans eine Liebeserklärung ab. "Mama, Papa, ich liebe euch. Das hier ist für euch."
Respekt zollte er auch seinen WM-Konkurrenten Max Verstappen und Teamkollege Oscar Piastri: "Es fühlt sich unglaublich an, jetzt weiß ich ein klein wenig, wie Max sich fühlen muss. Es war eine Ehre, ich habe viel von beiden gelernt." Seinem Rennstall, McLaren, richtete er aus: "Es war eine lange Reise, wir haben unglaublich schwierige Seiten erlebt und unglaublich gute. Es fühlt sich so an, als dürfte ich etwas zurückgeben."