Millionen-Schaden in Wien

"Weltweit einzigartig": Schwere Beute für Rammbockbande

Bei dem Blitz-Coup am Wiener Graben erbeuteten Täter seltene Edelsteine. Doch die Beute werden sie nur schwer verkaufen können, weiß Juwelier Köck.
30.10.2026, 05:30
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Sie sind extrem wertvoll, teilweise weltweit einzigartig und für die Einbrecher womöglich kaum zu Geld zu machen: Bei dem spektakulären Rammbock-Coup in der Wiener Innenstadt erbeuteten Kriminelle Mittwochfrüh Schmuck und seltene Edelsteine. Der Schaden für Juwelier Felix Köck ist enorm hoch, wie er im Gespräch mit "Heute" erzählt.

Einzelstücke gestohlen

Die kostbaren Stücke könnten den Verdächtigen zum Verhängnis werden. "Es wurden auch Einzelstücke gestohlen, Edelsteine, die weltweit einzigartig und nur sehr schwer zu verkaufen sind", erzählt der Geschäftsbesitzer. Denn den Verdächtigen fehlt etwas Entscheidendes: die Echtheitszertifikate.

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Preziosen kaum zu verkaufen

"Die braucht man zum Verkauf, die Edelsteine wurden als gestohlen gemeldet", erklärt Köck. Gerade bei besonders seltenen und hochwertigen Steinen spielen die entsprechenden Dokumente eine wichtige Rolle. Ohne diese dürfte es für die Verdächtigen schwierig werden, die außergewöhnlichen Schmuckstücke auf dem regulären Markt weiterzuverkaufen.

Wie hoch der Wert der gestohlenen Schmuckstücke tatsächlich ist, lässt sich noch nicht genau beziffern. Fest steht aber: Die Einbrecher haben gewaltigen Schaden angerichtet. "Der Schaden ist leider sehr groß und bewegt sich im siebenstelligen Bereich", so der Juwelier. Neben dem Verlust der kostbaren Schmuckstücke sind auch die schweren Verwüstungen in dem Geschäft zu verkraften.

Polizei weckte Juwelier um 4.30 Uhr

Von dem Einbruch erfuhr der Geschäftsbesitzer mitten in der Nacht. Mittwochfrüh läutete plötzlich das Telefon. "Ich bin mitten in der Nacht um 4.30 Uhr angerufen worden. Zuerst war ich ungläubig, weil es manchmal Fehlalarm gibt. Doch wenn die Polizei anruft, da wird einem anders", schildert Köck die dramatischen Minuten.

Shop völlig verwüstet

Sofort machte er sich auf den Weg zu seinem Geschäft am Graben in der Wiener City. Dort bot sich ihm ein Bild der Zerstörung: zertrümmerte Auslagen, Glasscherben und ein völlig verwüsteter Verkaufsraum.

Mit SUV in Juweliergeschäft

Die Einbrecher waren mit einem gestohlenen Lexus-SUV in das Geschäft gekracht. Die Auslage wurde im Rückwärtsgang mit voller Wucht gerammt. Anschließend drangen mehrere Verdächtige in das Geschäft ein, verschwanden mit wertvoller Beute. Der gesamte Einbruch dauerte nur wenige Minuten.

Die Aufnahmen der Überwachungskameras wurden mittlerweile gesichtet. Sie könnten der Polizei wichtige Hinweise liefern. "Alles ist noch am Laufen", so Köck.

Spuren im Auto gesichert

Die Fahndung nach den Einbrechern läuft auf Hochtouren. "Die Ermittlungen sind im vollen Gange. Es wurden umfangreiche Spurensicherungen durchgeführt. Insbesondere natürlich am Tatort und im sichergestellten Pkw", erklärt ein Polizeisprecher. Von den Verdächtigen fehlt weiterhin jede Spur. Ob sich die Einbrecher mit ihrer Millionenbeute bereits ins Ausland abgesetzt haben, ist derzeit unklar.

Vor Weihnachten wieder offen

Während die Polizei nach den Tätern sucht, laufen am Graben in der Wiener City die Aufräumarbeiten. Die Glasscherben wurden beseitigt, die zerstörten Auslagen mit Holzplatten gesichert. Auch im Inneren des Geschäfts wird fleißig gearbeitet. Trotz des enormen Schadens gibt sich Felix Köck zuversichtlich. "Bis zum Weihnachtsgeschäft wollen wir wieder offen haben."

pet, 30.10.2026, 05:30