Als Justizwachebeamter sollte er eigentlich für Recht und Ordnung sorgen. Selbst nahm er es mit den Gesetzen jedoch nicht so genau. Zumindest zweimal, am 28. Februar 2024 und am 15. September 2025, soll der Mann zu Hause seine Ehefrau misshandelt haben, indem er sie an Haaren und Ohren zog.
Zudem soll er im Sommer 2025 regelmäßig Cannabis gekauft und genüsslich geraucht haben. Statt selbst hinter Gittern landete der Beamte "nur" vor der Bundesdisziplinarbehörde. Die Behörde verstand allerdings wenig Spaß: Die Kombination aus häuslicher Gewalt und illegalem Drogenkonsum sei mit den Dienstpflichten eines Justizwachebeamten nicht vereinbar. Weil sich der Mann reumütig geständig verantwortete, beließ man es bei einer Geldstrafe von 4.500 Euro, die er in zwölf Monatsraten abstottern darf.
Weitere Übergriffe und illegale Cannabis-Käufe sollte er sich jedenfalls nicht mehr leisten, wenn er seinen Job behalten will. Sein bisher tadelloser dienstlicher Leumund und sein reumütiges Geständnis wirkten mildernd. Die Behörde stellte ihm sogar eine positive Zukunftsprognose aus. Das Strafverfahren vor Gericht bezüglich der Misshandlungen wurde laut "Heute"-Infos übrigens eingestellt, da bei der Frau keine Verletzungen festgestellt werden konnten.