"Wir sind alte Freunde"

Justizwache-Beamter warnte Insassen vor Filz

Ein Justizwache-Beamter soll seinen Jugendfreund in der Grazer Karlau vor Zellendurchsuchungen gewarnt haben. Nun standen beide vor Gericht.
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30.09.2026, 17:55
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So hatte sich das Wiedersehen wohl keiner vorgestellt: Zwei alte Jugendfreunde aus Kärnten trafen sich in der Grazer Karlau wieder – der eine als Justizwache-Beamter, der andere als Häftling. Der 36-Jährige sitzt wegen versuchten Mordes ein.

Drinnen soll der Beamte (35) seinen Kumpel (36) zweimal vor anstehenden Zellendurchsuchungen gewarnt haben. Auch, dass sein Freund ein Handy hatte, meldete er nicht. Die Sache flog wegen umfangreichen Schmuggel-Vorwürfen gegen Beamte auf, in die der 35-Jährige ebenfalls involviert gewesen sein soll.

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Der mittlerweile nicht mehr im Dienst stehende 35-Jährige zeigte sich beim Prozess am Mittwoch am Grazer Straflandesgericht geständig. Er habe von dem Handy gewusst und laut Medienberichten seinen Freund vor den Razzien gewarnt

"Er hat sich dann verleiten lassen und ist immer mehr in die Sache hineingerutscht", erklärte sein Verteidiger. Für den geständigen Ex-Beamten setzte es wegen Amtsmissbrauchs schließlich 10.800 Euro Geldstrafe, der Häftling wurde wegen Anstiftung zu neun Monaten unbedingter Haft verurteilt. Beide Urteile sind nicht rechtskräftig.

,30.09.2026, 17:55
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