"Es erfüllt mich mit Stolz"

Es ist fix! Mark Mateschitz baut Red Bull Ring um

Am Red Bull Ring wird kräftig gebaut. Mark Mateschitz investiert weitere 25 Millionen Euro in den Ausbau des Boxengebäudes für die Formel 1.
André Wilding
30.09.2026, 11:32
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Bis zum nächsten Formel-1-Rennen läuft in Spielberg die Uhr. Am Red Bull Ring haben laut "Kleine Zeitung" unmittelbar nach der MotoGP die Arbeiten für ein weiteres Großprojekt begonnen. Red-Bull-Chef Mark Mateschitz investiert dafür 25 Millionen Euro.

Das Boxengebäude soll bis zum Formel-1-Wochenende vom 9. bis 11. Juli 2027 deutlich erweitert werden. Über dem bestehenden Obergeschoß entsteht auf einer Länge von 250 Metern eine überdachte und verglaste Dachterrasse.

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Mehr Platz für VIP-Gäste

Bisher wurden bei Großveranstaltungen vier große VIP-Zelte auf dem Dach aufgestellt. Diese wurden mittlerweile über die Onlineplattform Aurena versteigert. An ihre Stelle tritt nun eine dauerhafte Lösung.

Mit dem zusätzlichen Geschoß soll vor allem während des Formel-1-Wochenendes mehr Platz für VIP-Gäste geschaffen werden. Das bisherige Boxengebäude besteht aus den Boxen im Erdgeschoß. Im ersten Stock befinden sich das Restaurant Bull‘s Lane sowie Räume für Büros, Besprechungen und Veranstaltungen, heißt es in dem Bericht.

Ausbau ist Teil des Formel-1-Deals

Hinter der Millioneninvestition stehen auch Verpflichtungen aus dem Vertrag mit dem Formel-1-Vermarkter Liberty Media. Im Sommer 2025 wurde vereinbart, dass bis 2041 Formel-1-Rennen in Spielberg stattfinden werden.

Teil dieser Vereinbarung ist auch die Verbesserung beziehungsweise Erneuerung der Infrastruktur am Red Bull Ring. Der aktuelle Ausbau dient damit der Erfüllung dieser Vertragsbedingungen, berichtet die "Kleine Zeitung".

Die Bauarbeiten laufen bereits. Bis zum Formel-1-Wochenende im Juli 2027 muss das Projekt abgeschlossen sein.

Ring-Kritiker legt keinen Einspruch ein

Überraschend verlief das Bauverfahren mit Blick auf Karl Arbesser, der in der Nähe des Red Bull Rings wohnt und die Entwicklungen dort seit Jahren kritisch verfolgt.

Während des monatelangen Verfahrens brachte Arbesser mehrere Einwendungen ein. Gegen den Ende Juli ergangenen Baubewilligungsbescheid der Stadtgemeinde Spielberg erhob er jedoch keinen Einspruch. Damit ist dieser rechtskräftig.

Arbesser erklärt seine Entscheidung gegenüber der "Kleinen Zeitung" so: "Am Anfang war noch nicht genau ersichtlich, wie das geplante Bauwerk genutzt werden soll. Im Laufe des Verfahrens wurde dann immer deutlicher, dass es hier offenbar hauptsächlich darum geht, während der Formel 1 Platz für VIPs zu schaffen."

Durch die Konkretisierung seien aus seiner Sicht weder zusätzlicher Lärm noch andere Umweltbelastungen durch den Bau zu erwarten. "Einer Beschwerde würde daher jegliche Grundlage fehlen", sagt Karl Arbesser zur Tageszeitung.

Mehr als 7.000 Quadratmeter

Die zusätzlichen Flächen könnten künftig auch abseits der Formel 1 genutzt werden. Genannt werden etwa Messen, große Firmenpräsentationen oder ähnliche Veranstaltungen. Der traditionelle Josefimarkt fällt im kommenden Jahr aufgrund der Bauarbeiten aus und soll erst 2028 wieder stattfinden.

Der erste und der künftige zweite Stock des Boxengebäudes kommen gemeinsam auf eine Nutzfläche von mehr als 7.000 Quadratmetern. Hinzu kommen die Flächen im gegenüberliegenden "Red Bull Wing".

Mark Mateschitz hatte sich bereits anlässlich der Vertragsverlängerung zur Zukunft des Standorts bekannt: "Es erfüllt mich mit Stolz, den Weg meines Vaters fortzuführen und die traditionsreiche Geschichte des Rennsports in der Steiermark und am Red Bull Ring zu erhalten."

wil,30.09.2026, 11:32