Idee ging von Beamten aus

Dieser steirische Ort verliert jetzt Polizeirevier

Im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag kommt es zu einer Fusionierung zweier Polizeidienststellen. Die Idee ging von den Beamten selbst aus.
Michael Rauhofer-Redl
30.09.2026, 13:03
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Die Pressestelle der Landespolizeidirektion Steiermark informiert via Aussendung über eine strukturelle Neuerung im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Demzufolge werden künftig die Polizeidienststellen Krieglach und Veitsch fusioniert. Die Polizeiinspektionen Krieglach und Veitsch werden zu einer gemeinsamen Dienststelle zusammengeführt. Wo die neue Dienststelle ihren Sitz haben wird, ist allerdings noch nicht entschieden.

Die Initiative für diesen Schritt ging von den Polizistinnen und Polizisten selbst aus und stieß sowohl bei der Landespolizeidirektion Steiermark als auch bei den betroffenen Gemeinden auf volle Zustimmung.

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Projekt wurde umfangreich geprüft

Hinter der Zusammenlegung stehe die Initiative der Polizistinnen und Polizisten selbst, heißt es. Um bestehende Synergien noch besser zu nutzen, interne Abläufe zu vereinfachen und die seit Jahren gelebte Zusammenarbeit auch organisatorisch abzubilden, wandte sich die Belegschaft mit der Idee zunächst an das Bezirkspolizeikommando Bruck-Mürzzuschlag sowie den zuständigen Dienststellenausschuss.

Nach einer umfangreichen Aufbereitung des Projekts stieß das Vorhaben auch bei der Landespolizeidirektion Steiermark und dem Bundesministerium für Inneres auf durchwegs positive Rückmeldungen. Die betroffenen Gemeinden Krieglach und St. Barbara im Mürztal wurden ebenfalls eng in den Prozess eingebunden und stimmten dem Zusammenschluss in ihren jeweiligen Gemeinderatssitzungen am 29. September 2026 zu.

Gemeinsamer Standort und Übergangsphase

Die beiden Dienststellen werden organisatorisch zusammengelegt und mit 1. Jänner 2027 als eine neue Polizeiinspektion weitergeführt. Künftig wird für die Zusammenlegung ein neuer, gemeinsamer Standort gesucht, der den Anforderungen einer modernen Polizei entspricht.

Bis zur tatsächlichen Übersiedelung, für die erfahrungsgemäß ein Zeitraum von rund zwei Jahren veranschlagt wird, bleiben beide bisherigen Standorte in Betrieb.

Mehr Präsenz und Vorteile für die Bevölkerung

Die Polizei verspricht "spürbare Verbesserungen für die Bevölkerung sowie für die Bediensteten". Der Personalstand wird durch die Schaffung einer zusätzlichen Planstelle von derzeit gemeinsam 21 (16 bei der PI Krieglach, 5 bei der PI Veitsch) auf künftig 22 Arbeitsplätze aufgestockt.

Dies ermögliche die Gewährleistung einer zweiten Tagdienststreife, die Verkürzung von Interventionszeiten, eine Verringerung bisheriger Schließzeiten sowie die Etablierung einer eigenen Kriminaldienst-Gruppe. "Für die Polizistinnen und Polizisten schaffen die erweiterten Ressourcen zudem bessere Möglichkeiten für Aus- und Weiterbildungen, die Ausübung von Sonderfunktionen sowie eine flexiblere Dienstplanung", so die Polizei abschließend.

mrr,30.09.2026, 13:03