"Kein Njet"! Kommt neues Stadion doch in Wien?

Das Ernst Happel Stadion in Wien.
Das Ernst Happel Stadion in Wien.Bild: GEPA-pictures.com
Gibt es nun doch die Kehrtwende rund um ein Nationalstadion in Wien? Aus der Bundeshauptstadt kommt jedenfalls "kein radikales Njet". Im Gegensatz zu Bruck an der Leitha, das sich selbst ins Spiel gebracht hatte.
In die Diskussion um ein neues Nationalstadion, welches das desolate Ernst-Happel-Stadion ablösen soll, kommt plötzlich wieder Schwung. Weil dem ÖFB auf der Suche nach Standorten für eine 50.000er-Arena die Alternativen ausgehen.

Bruck an der Leitha, das sich als Standort für eine neue Arena selbst ins Spiel gebracht hatte, machte nun am Dienstag einen Rückzieher. So erklärte SPÖ-Bürgermeister Gerhard Weil, dass die niederösterreichische Gemeinde lediglich "transparente Informationen zum Projekt" erhalten wollte. Die Verkehrsanbindung und Infrastruktur seien in Wien mit Abstand am Besten.

Damit liegt der Ball nun wieder bei Wien, wo SPÖ-Sportstadtrat Peter Hacker wieder andere Töne anschlägt. "Es gibt kein radikales Njet", so Hacker am Montag. Allerdings sei aktuell an eine Errichtung der 50.000 Zuschauer Platz bietenden Arena nicht zu denken. "Es ist ziemlich enttäuschend, welche Unterlagen in welcher Qualität aktuell zum Thema Nationalstadion auf unseren Tischen liegen", kritisierte Hacker den ÖFB.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Nur auf der Grundlage von schon nachvollziehbaren Träumen werden wir keine Infrastrukturen kriegen", so der Sport-Stadtrat weiter. Dafür ist Geld nötig. Und daran spießt sich auch die Diskussion. Der ÖFB hatte vorgeschlagen, Investoren mitfinanzieren zu lassen. Für Hacker nicht zu Ende gedacht. "Dazu liegt gar nichts auf dem Tisch."

Ähnlich verhält es sich auch mit dem vom Fußballverband geforderten Trainingszentrum, das gemeinsam mit einer neuen Arena errichtet werden sollte. "Ich hab den Vorschlag gemacht, es wird einmal eine Zusammenfassung vom ÖFB geschrieben, was denn überhaupt die Vorstellungen sind, wie groß so etwas ist, was es kann, wie viel Geld es kostet, wie oft man es im Jahr braucht und was man das restliche Jahr damit macht."

Hacker kann die Kritik am in die Jahre gekommenen Happel-Oval jedenfalls nicht nachvollziehen, schließlich war 2008 noch das EM-Finale im Prater über die Bühne gegangen. "Es kann mir keiner erzählen, dass das Stadion in zehn Jahren so verfällt, dass man da nichts mehr machen kann." Er will sich für ein Europa-League-Finale bewerben. Mit dem Ernst-Happel-Stadion.

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